Sahara, USA/Spanien 2005, Breck Eisner
Wenn die Amerikaner sich mit einer (historischen) Mission in den Orient oder, ganz allgemein, in die dritte Welt begeben, sind sie meist nach modernsten Vorgaben bewaffnet und in reguläre militärische Einheiten organisiert. Im Kino sieht es dann häufig etwas anders aus: Schon Rambo kämpfte in Vietnam als Einzelgänger mit primitivsten Waffen gegen die feindlichen Hubschrauber. In „Sahara“ sind es wieder die Einheimischen, die über die überlegene Kriegstechnik verfügen, während die Amerikaner sich auf Guerillataktiken verlassen müssen. Ursprünglich sind die amerikanischen Helden im Film jedoch gar nicht als Krieger unterwegs, sondern als unabhängige Forscher und Abenteurer, die aber ganz nebenbei immer die Interessen ihres Landes zu verteidigen wissen, die (ebenfalls ganz zufällig) mit Interessen der ganzen aufgeklärten Menschheit übereinstimmen.
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Das Auto fährt hinein nach Berlin. Dazu leicht schwülstige klassische Musik. Gefilmt aus Kabinenperspektive, keine Personen. Nur die langen Kurven der Schnellstraße. Etwas Bedrohliches liegt in diesen Bildern. Es mag daran liegen, dass man weiß, dass das Automobil bei Petzold nie der Ort von familiärer Harmonie ist. Das ist das Eigentümlichste an diesen ersten Bildern: Dass man meint, den Regisseur an diesen auch ganz ohne Hintergrundwissen um den Film ablesen zu können.