Žinema

Der Intellektuelle, vor allem der akademische Geisteswissenschaftler ist angeblich Bewohner des Elfenbeinturms, den er nur selten verlässt und dann auch nur, um einen Stapel Papier zu einem Verlag zu tragen, der daraus ein Buch macht, das keiner kaum einer mag. Zumeist aber brütet er weltfremd vor sich hin, weiß nicht, was im „richtigen Leben“ vor sich geht, ist kontaktscheu und selbstverliebt. Er lebt von den Brosamen der Gesellschaft, die diese ihm in Form von Stipendien-Geldern zuwirft und hangelt sich so mit Zweijahresverträgen durch sein Leben. So war es jüngst mal wieder zu lesen – dieses Mal im „Rheinischen Merkur“.

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Die Position des Zuschauers im Terrorfilm

von Jerome Philipp Schäfer

„In allen neueren westlichen Künsten und in vielen Bereichen der westlichen Medien lassen sich die ansonsten gängigen […] Unterschiede zwischen ‚gut’ und ‚böse’ nur noch äußerst schwer oder gar nicht mehr handhaben. Hier wird so deutlich wie nirgends sonst, dass sich das ‚Gute’ bzw. das ‚Böse’ nicht als Ding, Zustand, Situation oder Verhaltensweise festlegen lässt, sondern dass das, was als ‚gut’ bzw. als ‚böse’ gilt, abhängig ist von der jeweils gewählten Art der Beobachtung. Es ist geradezu die Aufgabe der Künste und der Medien, diese Beobachterabhängigkeit von ‚gut’ und ‚böse’ ihrerseits zu beobachten“ (Scheffer 2007).

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Dr. Snuggles und Mr. Hyde

Michel Gondry stünden bei der Betrachtung von „Die Reise ins Glück“ sicherlich Tränen des Glücks in den Augen: Jene Ästhetik des Selbstgebastelten, die der geniale Franzose im Grunde schon immer und jüngst nachdrücklich in „Be Kind Rewind“ propagierte, findet sich nämlich in das Opus magnum des deutschen Independent-Autorenfilmers Wenzel Storch aufs Schönste eingeschrieben. Überhaupt handelt es sich hier um einen Film, dessen Entstehung im Grunde nur durch einen Faktor erklärbar ist: Liebe.
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Ein Kessel Blutrotes

Wer den Berliner Künstler Jörg Buttgereit kennt, wird sich im Vorfeld seiner neuen Theaterarbeit „Rough Cuts“ gedacht haben können, was ihn am Abend des 28. März im „Hebbel am Ufer“-Theater Nr. 2 (HAU 2) erwartet. Buttgereit, der seit den 1980er-Jahren eine feste Größe im deutschen Undergroundkino ist, seit den 90ern vermehrt fürs Fernsehen, Radio und publizistisch tätig ist und in der jüngsten Vergangenheit durch Theaterproduktionen (ebenfalls im Berliner HAU) auf sich aufmerksam gemacht hat, liefert mit seiner „Filmlektionen“-Reihe abermals eine Aufbereitung seiner Lieblingsthemen. Und zu denen gehören zuallererst die Monster – vor allem die Filmmonster, denen an diesem Theater- oder besser: Multimedia-Abend ausreichend gehuldigt wurde.

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Verfemte Transgressionsutopie

Bevor sich Bryan Singer in das Superhelden-Genre begab („X-Men 1 + 2“, „Superman Returns“, „Valkyrie“), lieferte er eine Reihe exzellenter Filme ab, neben dem vielbeachteten „The Usual Suspects“ (1995) auch den kaum beachteten „Apt Pupil“ (dt. Der Musterschüler, 1998) nach einer Geschichte aus Stephen Kings einflussreicher Novellensammlung „Different Seasons“ (dt. „Frühling, Sommer, Herbst und Tod“, 1982), die schon Vorlagen für weitere bemerkenswerte Filme geliefert hatte („Stand by me“, „Shawshank Redemption“). Eine weitere, inoffizielle, freie Adaption von „Apt Pupil“ lieferte aber bereits 1986 der spanische Regisseur Agustí Villaronga mit seinem kontrovers diskutierten Spielfilmdebüt „Tras el Cristal“ ab, der weniger Interesse an der psychologischen Zeichnung seiner Figuren im Spannungsfeld von Homophobie und –erotik hat, sondern sich stärker der unbequemen Transgressions-Uto/-dystopie, die in der Vorlage stellenweise anklingt, widmet.

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»What happened to your eye?«

In diesem Beitrag möchte ich Richard Kellys Film „Donnie Darko“ vor dem Hintergrund der Beschäftigung mit Texten Edward Branigans und Jacques Aumonts in seinen wichtigsten Zügen betrachten. Vordringlich wird der Blick auf die Realisierung des Point of View fallen. Dazu seien zunächst bei Branigan die strukturellen Elemente zu entlehnen und auf die Narration auszuweiten. Ihr Hauptmerkmal, der Dualismus vor dem Hintergrund eines Subjekt-Objekt-Verständnisses, wird sich in der Arbeit Aumonts wieder finden. Zuletzt soll dann am Beispiel „Donnie Darko“ Darstellung und Narration verständlich gemacht und nach einer Möglichkeit für den Umgang mit dem Dualismus Ausschau gehalten werden

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Kurzrezensionen März 2009

  • Aurel Kolnai: Ekel, Hochmut, Haß. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2007.
  • Peter Handke: Publikumsbeschimpfung. Mit einer DVD der Theateraufführung. Frankfurt/Main: Suhrkamp 2008.
  • Ansgar Nünning (Hg.): Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. 4. Auflage. Weimar: Metzler 2008.
  • Roland Barthes: Die Vorbereitung des Romans. Frankfurt: Suhrkamp 2008.
  • Dorothee Kimmich, Rolf G. Renner, Bernd Stiegler (Hgg.): Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart. Stuttgart: Reclam 2008.
  • Georg Simmel: Jenseits der Schönheit. Frankfurt/Main: Suhrkamp: 2008.
  • Reiner Keller: Michel Foucault. Konstanz: UVK 2008.
  • W.-A. Liebert/T. Metten (Hgg.): Mit Bildern lügen. Köln: H.-v.-Halem 2007.
  • K.-M. Kodalle/H. Rosa (Hgg.): Rasender Stillstand. Würzburg: Königshausen & Neumann 2008.
  • Clemens Niedenthal: Unfall. Marburg: Jonas 2007.

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Objects in the mirror are closer than they appear

Kim Sung-Hos „Into the Mirror“ von 2003 war ein recht eleganter Beitrag zur bis heute ungebrochenen Welle asiatischer Geisterfilme, der in allerlei Schnörkeln um den im Grunde schlichten Plot herum jede Möglichkeit nutzte, seine zentrale Spiegelmetapher auszureizen und zumindest visuell immer weiter zu treiben. Immer neue Rahmungen, Spiegelungen und Reflexionen zogen dem Betrachter den sicheren narrativen Boden unter den Füßen weg, bis Kim seine Erzählung in einer konsequenten und schlussendlich tieftraurigen Pointe kulminieren ließ. Mit „Mirrors“ legt Alexandre Aja nun seine Variation auf das Motiv für den US-Markt vor – und somit auch sein zweites Remake in Folge.

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Vorsicht! Spielende Kinder

Im spanischen Original fragt der Titel: ¿Quién puede matar a un niño? – also: „Wer kann (schon) ein Kind töten?“. Diese Frage beantwortet der Film in den ersten sieben Minuten des Filmes sehr deutlich, wenn uns im Schnelldurchlauf anhand von Ausschnitten aus amerikanischen Wochenschauen das Jahrhundert, das noch so hoffnungsvoll mit Ellen Keys „Das Jahrhundert des Kindes“ (1902) eingeläutet wurde, als ein Jahrhundert des Kindes als Opfer von Krieg und Hunger – Nöten also, die von uns Erwachsenen verursacht sind – präsentiert. Vor diesem Hintergrund erhalten die Ereignisse des Films auch eine vage Erklärung – eine Erklärung die im deutschen Erst-Release des Filmes weggekürzt wurde. Der deutsche Titel damals, „Tödliche Befehle aus dem All“, reicht die Ursache des Konfliktes zwischen Erwachsenen und Kindern an ein Drittes, an eine außerirdische Macht, weiter. „Vorsicht! Spielende Kinder“ weiterlesen

Pinprick

Es darf ein relativ bekanntes und in unzähligen Kinderbüchern spannend umgesetztes Phänomen sein, dass Kinder sich nichts sehnlichster wünschen, als einen geheimen Freund, der immer für sie da und den „normalen“ Spielkameraden weit überlegen ist. Um diese Wunschvorstellung in der (fiktionalen) Realität zu verorten, werden Kuscheltiere mit Sprachfähigkeiten ausgestattet oder aber auch ganz neue Wesen erfunden, wie etwa der wohl bekannte Karlsson vom Dach.

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Dem Tod eine Form geben

Nach seiner Regisseurskarriere im deutschen Horror-Untergrund hat sich der Berliner Jörg Buttgereit seinen anderen Steckenpferden zugewandt und ist auf einigen Sektoren äußerst produktiv gewesen. Bücher hat er geschrieben, Radiohörspiele und -features produziert, Theaterstücke inszeniert und fürs Fernsehen hat er mehrfach gearbeitet, darunter vor allem für den deutsch-französischen Kultursender ARTE, für den er Regisseur von zwei Folgen der Serie „Durch die Nacht mit …“ war. In dieser Serie werden zwei Prominente zusammengeführt und einen Abend und eine Nacht lang mit der Kamera begleitet. Sie unterhalten sich, zeigen sich gegenseitig ihre Lieblings-Locations und man lernt Seiten von ihnen kennen, die bislang vielleicht verborgen waren. So hat Franka Potente bereits John Carpenter getroffen, Christoph Schlingensief Michel Friedman oder jüngst Kai Diekmann Henryk M. Broder.

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Während du schläfst …

Was gibt es „unfilmischeres“ als einen schlafenden Menschen? Andy Warhol hat das 1963 fünfeinhalb Stunden in seinem Film „Sleep“ vorgeführt. Wenn der Protagonist sich nicht bewegt, nicht agiert, nicht reagiert, ist schlicht kein Spielfilm mit ihm zu machen – zumindest keiner, in dem er der alleinige Erzählgegenstand bleibt. So ist Warhols Film dann auch eher ein Experiment und ästhetische Provokation. Einen Thriller um einen schlafenden hat 2007 der US-amerikanische Regisseur Joby Harold als Debüt vorgelegt: „Awake“ insinuiert vom Titel her genau das Gegenteil von dem, worum es im Film geht.

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Unzeitgemäße Publikumsbeschimpfung

Irgendwann um das Jahr 2000 hatte der deutsche Film das Nationale für sich entdeckt. Fing es mit „Sonnenallee“ (1999) an? Jedenfalls kam die Welle der Histotainment-Schmonzetten, Doku-Fictions und Nationalepen dann so richtig ins Rollen: „Der Tunnel“ (2001), „Vera Brühne“ (2001), „Zwei Tage Hoffnung“ (2003), „Der Aufstand“ (2003), „Rosenstrasse“ (2003), „Das Wunder von Bern“ (2003), „Good Bye Lenin!“ (2003), „Das Wunder von Lengede“ (2003), „Der Untergang“ (2004), „Stauffenberg“ (2004), „Die Nacht der großen Flut“ (2005), „Die Luftbrücke – Nur der Himmel war frei“ (2005), „Dresden“ (2006), „Die Mauer – Berlin ’61“ (2006), „Nicht alle waren Mörder“ (2006), „Die Sturmflut“ (2006), „Die Flucht“ (2007) und „Contergan“ (2007). „Das Leben der anderen“ (2006) und die deutsch-österreichische Produktion „Die Fälscher“ (2007) konnten sogar den Auslandsoscar abräumen. Und auch im Filmjahr 2008 blieb das Interesse für eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte ungebrochen: „Der rote Baron“, „Die Gustloff“, „Der Baader Meinhof Komplex“, „Anonyma – Eine Frau in Berlin“, „Die Buddenbrooks“, „Die Entdeckung der Currywurst“, „Mogadischu“, „Nordwand“, „Novemberkind“, „Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen“, „Das Wunder von Berlin“, usw.
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Wahrheit im Zeitalter ihrer ästhetischen Wendbarkeit

Die Fantastik der Filme Tim Burtons schöpft sich zumeist aus aus dessen Blick auf die Filmgeschichte. In Filme wie „Beetle Juice“, „Edward Scissorhands“, „Sleepy Hollow“ und sogar dem viel gescholtenen „Planet of the Apes“ verknüpft er mehr oder weniger tradierte Motive der Fantastik mit Historemen der Filmgeschichte und seiner eigenen Interpretation derselben. Der leichtfüßige Ausdruck, den diese Filme dadurch erhalten, ist vor allem letzterer, oft kindlich wirkender Zugangsweise zum Film geschuldet. Burtons Filme wirken so oft „unschuldig“ und glänzen doch gleichzeitig durch extrem detaillierte Beobachtungsgabe und kulturhistorisches Bewusstsein. An „Sleepy Hollow“, der jetzt auf Blu-ray-Disc erschienen ist, lässt sich dies auf allen Ebenen – von der Story über die Figuren bis hin zur Bildästhetik nachvollziehen.

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Geschwärzt

Es ist erfreulich zu sehen, dass sich einige Regisseure, die in den 1960er und 1970er Jahren mit Genrefilmen zu Ruhm gelangt sind, dieser Tage mit aktuellen, zeitkritischen Filmen zurückmelden. Nach George A. Romeros hochinteressantem Neueintrag ins Zombie-Subgenre mit „Diary of the Dead“, folgt nun Brian de Palma, der vor allem durch seine Thriller- und Kriminalstoffe berühmt geworden ist, die viel zu oft fälschlicherweise als bloßes Epigonenkino abgetan wurden. Beide Regisseure haben sich mit ihren neuen Filmen den derzeitigen medialen Umbrüchen gewidmet. In „Redacted“ geht de Palma jedoch einen Schritt weiter als Romero, der Web-Filmformate wie die Flash-Movies auf YouTube in seine bereits bestehende Medienkritik implementiert hat. De Palma erzählt seine Kriegs-Mockumentary selbst aus der Perspektive „autonomer“ Filmverfahren und verschwindet damit – scheinbar – als subjektiver Erzähler.

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»Ain’t nobody likes the Middle East, buddy.«

Ridley Scott schafft mit der Romanadaption „Body of Lies“ (dt. „Der Mann, der niemals lebte“) einen rasanten Film über den Kampf eines moralisch in die Zwickmühle geratenen CIA-Agenten gegen den Kopf einer islamistischen Terrororganisation. Leider wirkt sowohl der Plot, als auch die sich gegeneinander verschiebenden Stereotype von Orient und Okzident in dieser Konstellation ziemlich abgedroschen. Wie schon seine reale Vorlage – die unter dem Namen „Krieg gegen den Terrorismus“ in die Geschichtsbücher eingehen wird – hockt der Film dem Trugschluss auf, die Hydra müsse lediglich geköpft werden, um den Frieden wieder herzustellen.

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Fan, Fan, Fanatisch

Es scheint eine medienspezifische Angst des Filmsystems zu sein, dass sich der Adressat der Botschaft selbst zum Sender erklärt. Der Zuschauer, der ja nicht nur derjenige ist, an den sich das Medium und seine Botschaft „Film“ richtet, ist ja zugleich derjenige, der sie finanziert. In ein klassisches Kommunikationskorsett gezwängt, hat er sich jedoch mit der Rolle des stillschweigenden Empfängers abzufinden. Gegenrede ist ihm nicht nur unmöglich, sie ist ihm auch nicht gestattet. Hinterfragt er einmal die Moralität des Systems oder sogar dessen Sinn insgesamt, wird er gefährlich – die kulturkonservativen Ausfälle der Film-Produzenten gegen das als dialogisch-demokratisch aufgefasste Medium „Internet“, zeigen dies überdeutlich. Interessant wird es auch, wenn Filme sich den Fan zum Thema machen und seine dialogischen Wünsche dämonisieren. Solche Filme hat es immer schon gegeben. Wichtige Marksteine waren 1981 Eckhart Schmidts „Der Fan“, 1982 Martin Scorseses „King of Comedy“, 1990 Rob Reiners „Misery“ und 1996 Tony Scotts „The Fan“. Markant an ihnen ist, dass alle vier Beispiele nicht den Filmfan zum Thema haben, ihn aber meinen könnten.

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[Start/Stopp]

Seit „The Blair Witch Project“ ist die Suggestion von Authentizität zu einem der zentralen Affektästhetiken des Horrorfilms geworden. Dass das, was die Filme an Schrecklichem und Gruseligem vorführen, so geschehen sei, wie es im Film zu sehen ist, wird mit Mitteln des Dokumentarischen zu beglaubigen versucht. Nicht selten treten die Spielfilme sogar direkt als Dokumentarfilme auf und verkleiden ihre Narration als (nachträglich montierten und bearbeiteten) Bericht. Auf diese Weise lassen sich selbst an die unwahrscheinlichsten Sujets Attribute von Wahrheit und Authentizität koppeln. Der jüngste Spielfilm des spanischen Horrorfilm-Regisseurs Jaume Balagueró, „Rec“, ist der jüngste Beleg dieser Strategie.

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Bond ist nicht hier – Ein Nachwort

Mit Casino Royale wurde die Bondreihe einer Generalüberholung unterzogen, die ihr auf Dauer nicht gut tun kann. Die Faszination für diesen neuen Anti-Bond funktioniert hauptsächlich über sein Spiel mit Verweisen auf das Original: Craig selbst verkörpert den britischen MI6-Agenten eher grobschlächtig, hemdsärmelig, mit wenig Sinn für Statussymbole, humorlos, menschelnd mit Hang zum Melodramatischen – kurz: als Antipoden zur coolen Bondikone, wie sie im Kern von Connery über Moore, Lazenby, Dalton bis Brosnan tradiert wurde. „Bond ist nicht hier – Ein Nachwort“ weiterlesen