Mit „The Eye“ war den Pang-Brothers 2002 ein beachtlicher internationaler Erfolg beschieden. Dafür dürfte nicht zuletzt die internationale Koproduktion (Hong Kong, Singapur, Groß Britannien), die unterschiedlichen Drehorte in Thailand und China sowie schließlich der Mixup aus mehreren ost-asiatischen Geisterfilm-Elementen verantwortlich gewesen sein. Hatte „The Eye“ und dessen Sequel noch auf übernatürlichen Horror zurückgegriffen, so versuchen die Zwillingsbrüder Oxide und Danny Pang in ihrem nun bei KOCHMedia erschienenen Film „Ab-Normal Beauty“ auf solche Elemente ganz zu verzichten. Die dadurch entstehende „Lücke“ vermag der Film allerdings leider nur durch Integration eines zweiten Films zu schließen.
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Der Berg ruft
Slasher- und Backwood-Film passten seit jeher gut zusammen, auch wenn das Slasher-Genre noch in tiefem Schlummer lag, als John Boorman mit BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE das Genre des Backwood-Films aus der Taufe hob. In seinem Klassiker wird die Hybris chauvinistischer Städter, die sich als die Gralshüter von Vernunft und Fortschritt wähnen, durch das schlechte Gewissen Amerikas bestraft, der Bevölkerung des Hinterlands, das von den Protagonisten für einen Wochenendtrip auserkoren wurde. Der Trip ins Naturidyll wird zum Albtraum.
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Portrait of a Serial Killer
Auch im unvermeidlichen Sequel zu SLEEPAWAY CAMP arbeiten die Drehbuchschreiber weiter daran, den die Genremechanismen reflektierenden Tenor des Originals beizubehalten. Wurde in BLUTIGER SOMMER – CAMP DES GRAUENS die Grundthese des Slasher-Films – Sex ist krank und muss deshalb bestraft werden – falsifiziert, indem genau das Gegenteil bebildert wurde, so widmet sich das Sequel nun dem Innenleben des eigentlichen Slasher-Protagonisten, dem psychopathischen Killer, und holt so an die Oberfläche, was im Slasher-Film lediglich Subtext ist. Dabei geht aber auch CAMP DES GRAUENS 2 den Weg aller Sequels des Subgenres und macht den Antagonisten des Vorgängers zum Protagonisten. Dies hat zur Folge, dass sich das Augenmerk des Slasher-Film-Sequels von der Frage „Wer war es?“ – der Frage des klassischen Kriminalfilms – hin zu einem „Wie wird er es tun?“ verlagert. Mit dieser Entwicklung geht zunehmend eine Fragmentierung der Handlung einher: Eine Geschichte im klassischen Sinn wird nicht mehr erzählt, vielmehr werden einfach mehr oder weniger spektakuläre Mordszenen lose miteinander verbunden. Diese Entwicklung ist auch in CAMP DES GRAUENS 2 zu beobachten, der sich strukturell nahtlos in sein Genre einfügt.
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Coming-out
BLUTIGER SOMMER – DAS CAMP DES GRAUENS ist ein Vertreter der zweiten, schon abebbenden Welle des Slasher-Subgenres, jenes Genres, in dem promiske Teens für ihr sündhaftes Treiben von einem puritanischen Killer bestraft werden. Zur ganz großen Popularität eines FREITAG, DER 13. oder HALLOWEEN hat es zwar nicht gereicht, doch immerhin brachte es auch diese Reihe auf zwei Sequels (ein weiteres ist derzeit angeblich in Planung). Erzählt wird die Geschichte Angelas, die als Kind bei einem tragischen Unfall ihren Bruder verlor. So suggerieren es wenigstens die Bilder, die man zu Beginn des Films – genretypisch – als Rückblende dargereicht bekommt – der Kenner weiß diese Rückblende als Genese des Killers zu interpretieren. Acht Jahre später wird die neurotische, wenn nicht gar autistische Angela von ihrer Ziehmutter, der sich affektiert gebärdenden Tante, zusammen mit ihrem Cousin Ricky ins Camp Arawak verfrachtet. Schon während der Creditsequenz macht eine Kamerafahrt durch das entvölkerte Camp, die auf einem Schild mit der Aufschrift „For Sale“ endet, klar, dass dieser Urlaub ein böses Ende nehmen wird. Die Zeichen verdichten sich, die Mordserie lässt nicht mehr lange auf sich warten. Die Opfer haben alle eines gemeinsam: Kurz vor ihrem Tod trieben sie ihre bösen Scherze mit Angela, die aufgrund ihres zurückhaltenden und schüchternen Verhaltens bald schon zum Gespött des Camps wird. Ist sie der Mörder? Und wenn ja: Was ist der Hintergrund ihrer psychischen Disposition?
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Stunde der Unwahrheit
Serienmord und Medien gehören untrennbar zusammen. Nicht nur, weil der erste moderne Serienmordfall – der Jack the Rippers – nur werden konnte, was er war, weil zum ersten Mal die Boulevard-Presse über ihn berichtete; auch weil es die Medien überhaupt sind, die der Öffentlichkeit den Zusammenhang stiften, der aus Einzeltaten eine Mordserie macht. Der Begriff Serienmord existiert also in zwei Sphären: Zum einen in der Welt der Kriminologen und Kriminalisten, die streng differenzierbare Kriterien zum Erkennen und Methoden zur Ergreifung des Täters suchen, zum anderen als Diskurs in der Öffentlichkeit, initiiert durch Berichterstattung, angereichert mit Mythen, Vorurteilen und Ängsten. Als der Serienmörder Pedro Alonzo López 1980 gefasst wurde, war der Aufschrei über seine Taten (hunderte ermordete Kinder in Peru, Bolivien und Equador) enorm. Doch wie schon der finguierte Killer in „Antikörper“ richtig feststellte: nachhaltiges Medienecho blieb dem Fall López verwährt, während über Jack the Ripper immer noch eifrig spekuliert wurde. Der ecuadorianische Filmemacher Sebastián Cordero hat nun Abhilfe geschaffen und scheinbar einen Film über López gedreht – scheinbar.
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Die andere DDR
Menschen vergessen schnell. Nein, schlimmer: Unliebsames verdrängen, das Gute erinnern sie. Das gab es im großen Rahmen zu Anfang der Bundesrepublik. Doch war das Verdrängte so ungeheuerlich, dass der empörte Aufschrei der folgenden Generation das Schweigen zerriss. Nach der Abwicklung der zweiten deutschen Diktatur setzte ein ähnliches Phänomen ein. Nach einer Dekade Vereinigungskater erschien das Land der grenzenlosen Beschäftigung nicht nur den ewig Gestrigen als eine tolle Sache. Neben der Ostalgie, die immer nur Pendant zu westlicher Nostalgie war, kamen die populären Klamaukfilme, am erfolgreichsten Good Bye Lenin!. Sie versuchten nicht einmal den Arbeiter- und Bauernstaat verächtlich zu machen, sondern erschöpften sich bereits in ihrem Gagrepertoire. Stattdessen gaben sie der ersten gesamtdeutschen Generation ihre „Zone“, ein kurioser Käfig voller sächselnder Kommunisten, die im Trabi zur wertlosen Witzarbeit im volkseigenen Betrieb fuhren und im Konsum die Wahl zwischen Scherzartikeln mit ulkigen Namen wie Spreewaldgurken und Club-Cola hatten. Die „Zone“, zu der man sich nun auch als ihr Kind bekennen konnte, wurde Kult.
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In Celluloid we trust!
Als André Gide 1893 mit der Mise-en-Abyme erstmals jene rahmensprengende Darstellungsfigur im Drama beschrieb, ahnte er wohl kaum, dass er damit den Grundstein für das, was heute allgemeinhin als postmoderne Ästhetik bezeichnet wird, gelegt hat. Seither verweisen Medien nicht mehr nur zufällig auf sich selbst und ihren Charakter der Künstlichkeit, sondern fordern durch „Rahmenüberschreitung“ den Zuschauer geradezu dazu auf, über das Wesen von Wahrheit, Fiktion und deren Verhältnis zueinander nachzudenken. War aber das Durchschreiten der „vierten Wand“ für das Theater (also dessen Schauspieler) physisch jederzeit möglich (und ist heute vielleicht noch das einzig verbliebene und arg überstrapazierte Mittel theatralischer Kunstfertigkeit), war dem Film durch seine raumzeitliche Abwesenheit vom Darstellungsort eine technische Schranke gesetzt. Mise-en-Abymes, das zeigt der jetzt erschiene Kurzfilm von Björn Last gleichen Titels, sind hier jedoch nicht nur ebenso möglich, sondern wesentlich facettenreicher inszenierbar.
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Götter sind auch nur Menschen
Der europäische Science-Fiction-Film hat es immer schon ein wenig schwerer gehabt, gegenüber der mächtige Konkurrenz aus den USA zu bestehen. Das liegt zum einen an den wesentlich kleineren Budgets, die den Produktionen hier zur Verfügung stehen – andererseits genießt das Genre diesseits des Atlantiks aber auch nicht dieselbe Beliebtheit bei der Produktion wie in den USA. Während Science Fiction dort häufig ein beliebtes Vehikel zum Transport von Ideologie, Mythologie und Utopismus ist, gerieten die ernstzunehmenden Beiträge aus Europa häufig zu mehr auf die Gegenwart bezogenen, dystopischen und sozialkritischen Werken. Peter Fleischmanns „Es ist nicht leicht ein Gott zu sein“ steht in dieser Tradition und vereint die „manpower“ deutscher und französischer Produktion mit russischer Autorenschaft und dem unvergleichlichen Setting des Landes jenseits des Urals.
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Im Osten nichts Erfreuliches
In seiner bitteren Splatter-Comedy „Cabin Fever“ hatte Eli Roth 2002 bereits vorgeführt, dass sich Horror perfekt als Kritik an Zivilisation und Individuation benutzen lässt. Das Blut, das den verwöhnten Großstadt-Teenager seinerzeit gleich literweise aus ihren verfaulenden Körpern geflossen ist, wurde zum Synonym einer in der Barbarei (dem filmischen „Backwood“) völlig wertlosen Substanz. Am Ende hieß es reichlich sarkastisch: „Töte um zu leben“. Diese Maxime verkehrt Roth in seinem neuen Film „Hostel“ ins Gegenteil. Zum Lachen der Film jedoch nicht mehr, denn um nichts weniger als die Barbarei der Zivilisation selbst geht es, einer Zivilisation, die buchstäblich ihre eigenen Kinder frisst.
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Die Frau hat keinen Phallus …
Doppelgänger sind seit der Literatur der Romantik ein dankbares Motiv um Grusel einerseits, Reflexion über die Sicht auf das Selbst andererseits zu evozieren. Man denke nur an E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ als literarisches oder Paul Wegeners „Der Student von Prag“ als filmisches Beispiel. Der Doppelgänger fungiert als jemand, der aus der Vergangenheit wieder auftaucht, Unheil mit sich bringt und Böses tut – in Wolfgang Bülds neuem Film „Twisted Sisters“ erfüllt die Doppelgängerin gleich beide Funktionen – allerdings ohne jede Originalität – und jongliert darüber hinaus noch mit völlig überkommenden Motiven weiblicher Phallizität.
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Wenn der Instinkt trügt
Catherine Tramell (verkörpert von Sharon Stone) ist als eine der geheimnisvollsten Frauengestalten in die Geschichte des populären Kinos eingegangen. „Ich verrate doch nichts, nur weil ich einen Orgasmus habe“, – lautete ihre berühmte Sentenz aus „Basic Instinct“ (1992). Dadurch hat sie eine Reihe der geschlechtsgebundenen Stereotype in Frage und auf den Kopf gestellt, unter anderem den Mythos über den weiblichen Kontrollverlust beim (leidenschaftlichen) Sex. Sie hatte Spaß und sie hatte Kontrolle! Dieses subversive Szenario hat der Film freilich dadurch entschärft, dass er aus Catherine eine männermordende Bestie machte und ihr ganzes Verhalten somit als eindeutig pervers denunzierte. Seine einzigartige Spannung schöpfte „Basic Instinct“ jedoch aus der Tatsache, dass Catherines Figur die ganze Zeit ambivalent blieb und ihre Schuld bis zum überraschenden Schluss nicht geklärt war.
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Alles über meinen Vater
Bree (Felicity Huffman) lässt nichts unversucht, um im Alltag weiblicher zu wirken. Für sie ist es bei weitem keine Selbstverständlichkeit, denn sie wurde als Mann geboren und ist immer noch – biologisch gesehen – ein Mann. Doch nicht mehr lange, denn der Termin für die operative Geschlechtsumwandlung steht schon fest, wird aber auf das dringende Anraten von Brees Therapeutin verschoben: Bree muss zunächst ihre Beziehung mit dem plötzlich aufgetauchten Sohn aus einer längst vergessenen Affäre klären.
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»I had a Dream«
Die besten Ideen kommen Gustave Klopp (Guillaume Canet) – kurz: Gus – im Schlaf. Und davon hat er mehr als genug, denn Gus ist Narkoleptiker. Wo er steht und geht fällt er unvermittelt in tiefen Schlaf. Das führt dazu, dass er seit Jahren keinen Job hat und auf Kosten seiner Frau Paméla (Zabou), zusammen mit deren Sohn aus erster Ehe (Vincent Rottier) lebt. Paméla hat ihr „halbes Leben“ langsam satt: tagsüber schläft Gustave und kommt seinen Pflichten als Ernährer nicht nach, nachts ist er wach, aber nicht im Schlafzimmer und kommt seinen Pflichten als Ehemann nicht nach. Und so schaut sich Paméla bereits nach einem neuen Gefährten um, als Gus eine traumhafte Idee in die Tat umzusetzen versucht: Seine in den narkoleptischen Phasen durchlebten Träume sind besonders schillernd, witzig und unterhaltsam und inspirieren den Träumer, daraus Comics zu machen.
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Ein Bus gibt nicht auf
Die Sequenz hat Filmgeschichte geschrieben: Ein Greyhound-Bus rollt gemächlich durch Phoenix, sein Weg von schwer bewaffneten Polizisten gesäumt. Auf ein Kommando hin eröffnen sie alle das Feuer auf das Fahrzeug, schießen es buchstäblich in Stücke. Und trotzdem rollt der Bus unbeirrbar weiter – Clint Eastwood als Polizist Ben Shockley hatte zuvor um seinen Fahrersitz eine Kabine aus dicken Bleiplatten gebaut. Erst vor dem Gerichtsgebäude kommt er zum Stehen, steigt aus, verwundet, mit der wichtigen Zeugin, die gegen Polizisten aussagen soll, an der Hand.
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Bär Witch Project
Das Erstaunlichste an Herzogs jüngstem Dokumetarfilm „Grizzly Man“ ist zunächst einmal, dass er kein Fake ist. Die Berichte um den naiv-romantischen Tierfreundes Timothy Treadwell, der als ehemaliger Alkoholiker entschloss sein Leben zu ändern und die Grizzlybären Alaskas zu schützen, reichen zurück bis in die 1990er Jahre. Herzog greift den „Mythos“, nachdem Treadwell 2003 Opfer seiner Passion geworden ist, auf und dreht einen Film aus dem „found footage“.
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Higher Tension
Nach dem sagenhaft guten, jedoch viel diskutierten und -zensurierten „High Tension“ musste man sich schon fragen, ob Alexandre Aja seinem Stil treu bleiben kann – einem Stil, der sich durch vollständige Kompromisslosigkeit in puncto Gewaltinszenierung (und damit ist nicht nur deren bildliche Darstellung gemeint) und Narrations-Apokalypse auszeichnet. Durch die sehr nah am 1977er Original orientierte Erzählung von „The Hills have Eyes“ sind der Plot- und Figurenentwicklung in „The Hills have Eyes“ natürlich einige Grenzen gesetzt. Diese kompensiert und überschreitet Aja jedoch in seiner Inszenierung.
„Higher Tension“ weiterlesen
Das Rohe und das Gekochte
Internet-Kriminalität erlebt in den letzten Jahren einen Boom – in der Filmproduktion. Angefangen bei Hacker-Filmen wie „Das Netz“ bis hin zu Autorenfilmen wie dem anstehenden „Dein Herz in meinem Hirn“ von Rosa von Praunheim, der den Kannibalen-Fall von Rotenburg filmisch adaptiert – die Bedrohung von Recht und Ordnung durch die angeblich anarchistischen Strukturen des Internet scheinen eine passable Motivation für Kriminalstoffe abzugeben. Dass das Angebot an Sex-Seiten dabei irgendwann ins Visier der Drehbuchschreiber rücken würde, ist klar. Und so musste man auf einen Film wie „Feed“ eigentlich nur warten – dass ihn jemand bringen würde, war nur eine Frage der Zeit.
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The Notorious Bettie Page
Pin-Up-Ikone Bettie Page ist vielleicht das beste Exempel dafür, wie unsere Bilderkultur simulakrische „Wesen“ mit hoher Eigendynamik hervorbringt, die mit der historisch abgebildeten Person nicht mehr zu verwechseln sind. Denn wer ist Bettie Page? In erster Linie ein Archiv von Fotos und kleinen, naiv mit sexuellen Devianzen spielenden dirty movies. Wer aber war die historische Bettie Page, die Person hinter dem Kunstwesen gleichen Namens? Wer sollte das schon wissen können! Mehr als bei allen anderen ikonisch überhöhten Stars und Traumfrauen – denen die Berlinale dieses Jahr immerhin die Retrospektive widmet – liegt hinter der kinky Oberfläche eine fast phantomartige Leere.
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The New World
Pocahontas, der Name fällt an keiner Stelle. Einmal – fast, im letzten Moment dann doch nicht. „Sie trägt diesen Namen nicht mehr!“, meint der eine, später wird sie Rebecca heißen und ist dann schon ganz in die syntagmatische Signifikantenkette der anderen eingegangen. Ein Verlauf, der mit sacht nachgeplapperten Wörtern einsetzt und den The New World, geradewegs in einer Umkehrung der mit diesem Diktum verbundenen Assoziation (denn in der für Rebecca neuen Welt, die dem Zuschauer bis dahin fremdgeworden zu sein nahegelegt wird, wird der Film enden), en detail schildert. Ein Prozess der kulturlellen Einverleibung, Adaption und Verschiebung, den Malick als „Verlust der Unschuld“ zu charakterisieren sich beeilt und damit doch nur im eigenen Garten gräbt.
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In Between Days
In Between Days ist eine Entdeckung, wie man sie auf der Berlinale nur im Forum machen kann; ein kleiner, langsamer Film, eine Momentaufnahme aus dem Leben eines heranwachsenden Mädchens, unspektakulär in der Wahl seiner Mittel, die dann aber doch mit Bedacht eingesetzt, behutsam im Tonfall, aber nie beschaulich, und doch jede Sekunde spannend.
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