„Marienhof“ als Dogmafilm …

Dogma ist zum Kult geworden. Manche können Filme mit der Handkamera nicht mehr sehen. Das ständige Gewackle geht ihnen auf die Nerven. Auch Out-Of-Dogma-Regisseure benutzen inzwischen diese Technik, um so etwas wie Realitätsnähe zu dokumentieren. Ein gelungenes Beispiel der letzten Zeit ist etwa Andreas Dresens HALBE TREPPE (D 2002), der mit digitaler Handkamera seine Typen aus Frankfurt an der Oder ablichtete. Gute Beispiele für dänische Dogma-Filme waren zuletzt etwa Lone Scherfigs ITALIENSK FOR BEGYNDERE (Italienisch für Anfänger, DAN 2000) und EN KAERLIGHEDSHISTORIE (Kira, DAN 2001) von Ole Christian Madsen. Dogmafilme müssen aber nicht nur mit der Handkamera gedreht werden. Filmen in Farbe und 35 mm sowie bei natürlichem Licht sind ebenso vorgeschrieben wie Filter und optische Tricks sowie Waffen und Mord im Film verboten sind. Dogmas müssen in der Gegenwart spielen und sich an realen Orten bewegen, ohne zusätzliches Bühnenbild oder hinzugefügte Gegenstände. Dogmas dürfen sich nicht einem Genre verschreiben. ELSKER DIG FOR EVIGT (Open Hearts, DÄN 2002) ist einer der letzten Dogmas, da sich das Sekretariat, das über die Zertifikate von Dogma-Filmen entscheidet, in Kopenhagen aufgelöst hat. Es folgen noch drei Filme zwei aus Spanien, einer aus den USA, dann ist Schluss mit Dogma.
„„Marienhof“ als Dogmafilm …“ weiterlesen

Onkel Sy meint es gut mit Dir!

„Privatleben“ ist nichts anderes als jene Sphäre von Raum, von Zeit,
wo ich kein Bild, kein Objekt bin. Verteidigen muss ich mein politisches Recht, Subjekt zu sein.
– Roland Barthes

Menschen, die ihrer Vergangenheit beraubt sind, scheinen die eifrigsten Fotonarren zu sein, zu Hause und in der Fremde.
Jeder, der in der Industriegesellschaft lebt, wird allmählich dazu gezwungen, mit der Vergangenheit zu brechen;
in einigen Ländern aber – etwa in Japan und den Vereinigten Staaten – hat dieser Bruch mit der Vergangenheit ein besonders starkes Trauma ausgelöst.
– Susan Sontag

Fotografieren heißt, sich das fotografierte Objekt aneignen.
Es heißt sich selbst in eine bestimmte Beziehung zur Welt zu setzen, die wie Erkenntnis – und deshalb wie Macht – anmutet.
–Susan Sontag
„Onkel Sy meint es gut mit Dir!“ weiterlesen

Capri c’est fini

Wie eine Seismograph erkundet Caroline Champetiers Kamera 100 Minuten lang Jeanne Moreau und Aymeric Demarigny in ihrem Spiel der Schriftstellerin Marguerite Duras (1914-1996) und ihres wesentlich jüngeren Freundes Yann Andréa, unterbrochen nur von den warmen Bildern des sommerlichen Meeres, Himmels, der Landschaft und den Häusern des Badeortes Trouville, in dem beide 16 Jahre lang – zwischen 1980 und dem Tod der Duras am 3.3.1996 – gemeinsam ihr Leben verbrachten. Die französische Regisseurin Josée Dayan konzentriert sich auf das Verhältnis dieser beiden; andere Personen spielen in ihrer Annäherung an diese Beziehung keine Rolle.
„Capri c’est fini“ weiterlesen

How the fuck can I be white, I don’t even exist

Schon wieder einer, der singt, und glaubt schauspielern zu können / zu müssen? Schon wieder eine Hollywood-reife Verballhornung einer Realität, die doch so ganz anders ist? Schon wieder? Britney Spears hat sich blamiert. Mariah Carey hat sich noch mehr blamiert – und jetzt Marshall Mathers, der sich selbst Eminem nennt und den White Trash in die angepasste Glamourwelt und die seichten, weil konfliktfreien Zonen einer Filmwirtschaft hebt, wo er nichts anrichten kann? Ich habe keinen Bezug zu Eminems Musik und auch keinen zu Rap und Hip Hop. Aber irgendwie beschleicht mich ein ungutes Gefühl, wenn ich beispielsweise in einer Filmkritik in der „Frankfurter Rundschau“ lese, es gehe in diesem Film um die Welt der „Habenichtse“, während der Artikel gleichzeitig um eine Beurteilung des Films herumschwirrt wie die Motten ums Licht.
„How the fuck can I be white, I don’t even exist“ weiterlesen

Nur einer kann überleben …

Je weiter die Handlung eines Films in der Zukunft angesiedelt ist desto „näher“ liegt seine Erzählung oft an der gegenwärtigen sozialen Wirklichkeit. So war es immer schon ein beliebtes Mittel engagierter künstlerischer Kritik, in einer Utopie jetzige Verhältnisse überspitzt in die Zukunft zu projizieren. Dieses Verfahren verschafft zum einen die für den Rezipienten notwendige szenische Distanz, um interpretatorisches Potenzial anzubieten und zum anderen eröffnet es Möglichkeiten zusammen mit der utopischen Misere auch gleich noch eine zukünftige Lösung anzubieten.
„Nur einer kann überleben …“ weiterlesen

Good Advice

Der Stoff ist altbekannt: ein zynischer Börsenmogul, Ryan Turner (Charlie Sheen) verliert nach dem größtannehmbaren, zudem auch noch selbtverschuldetem Unglück nicht nur, in eben dieser Reihenfolge, sein Vermögen, den Job, die Wohnung und seine Freundin Cindy (Denise Richards), nein, er erhält, aufgrund dieser Kettenreaktion wieder auf den Boden der Tatsachen, auf die nackte Existenz zurückgestoßen, auch eine zweite Chance, es im Leben ganz einfach besser zu machen. Diese besteht in der Kolumne zur Partnerschaftsberatung seiner nunmehr Ex-Freundin in einer eher schlecht als recht laufenden Tageszeitung, die er – nachdem die Ex Hals über Kopf mit Sack und Pack mit dem nächstbesten, so zahlungskräftigen wie –willigen Macker nach Brasilien durchgebrannt ist – unter Vortäuschen falscher Tatsachen übernimmt.
„Good Advice“ weiterlesen

Don’t look back

Filmserien haben einen Pruduktionsvorteil, der zugleich ihr Rezeptionsnachteil ist. Sie setzen auf das Prinzip „Kontinuität und Progression“: Das Sequel muss narrativ (in Filmkritiken gern „logisch“ genannt) an seinen Vorgänger anschließen und dabei dessen Erzählung so weiter spinnen, dass daraus etwas Neues entsteht. Was aber, wenn schon alle Vatiationen ausgeschöpft scheinen? Wenn die Handlung aufgrund der tradierten Muster, wie sie durch das Prequel (oder die Serie überhaupt) vorgegeben werden, in Ihren Möglichkeiten schon so weit reduziert ist, dass jeder Versuch der Fortsetzung gleichzeitig dazu verurteilt ist, Altes noch einmal aufzukochen? Mit diesem Problem kämpfen wohl am allermeisten die Serienkiller-Serien. Den Sujets von Friday the 13th, Helloween und Nightmare on Elstreet geht es dabei ähnlich wie ihren Killerfiguren: Sie können nicht in Frieden ruhen, weil immer irgendein ökonomischer Grund sie aus den Gräbern zerrt, um die Fans abermals an die Kinokassen locken zu können. Den Drehbuchschreibern kommt dabei die schwierige Aufgabe zu, eine Handlung, die das Prequel bereits (als Happy-End) abgeschlossen hatte, noch einmal wiederzubeleben.
„Don’t look back“ weiterlesen

Ein sinnloses Spektakel

Der Tod von Laurie Strode zu Beginn des achten Halloween-Films wirkt wie eine Weissagung: Jamie Lee Curtis, die „Scream Queen“, muss nie wieder in einem der sicherlich folgenden Sequels spielen. Es sei denn, ein Regisseur käme auf die (dummdreiste) Idee, sie aus dem Jenseits wieder auferstehen zu lassen. Halloween – das war einmal, im wahrsten Sinn des Wortes, das war einmal ein exzellenter Horror, zumindest was den ersten, zweiten, vierten und vielleicht noch siebten Teil der Geschichte betrifft. Der Rest ist sozusagen fast ungenießbares Abfallprodukt. Für Teil 8 gilt dies nicht minder.
„Ein sinnloses Spektakel“ weiterlesen

Ein falscher Schritt folgt dem nächsten

Für Paramount gilt, was für alle Hollywood-Produktionsfirmen ungeschriebenes Gesetz ist: Irgendeine Art von Happy-End muss sein, wenn ein Regisseur die passende Werbung ergattern will. Und so hat Roger Michells („Notting Hill“ (USA 1999), „Persuasion“ (1995) ) neuer Film gleich zwei Happy-Ends – ein aus der Handlung resultierend glaubwürdiges und ein aufgesetztes. Da teilen ein weißer aufstrebender, vermögender Jung-Anwalt und ein zur unteren Mittelschicht gehörender schwarzer Versicherungsangestellter für einen Tag ihr Leben, einen Tag, der es in sich hat. Vor allem aber: Am Schluss müssen sie feststellen, dass zwar die Größe des Portemonnaies ihre Welten in vielem trennen mag, so gut wie alles andere aber nicht. Ein Unfall, der nicht nur zufällig passiert, sondern eine gewisse Logik in sich birgt, bringt beide zusammen, lässt sie aufeinander prallen, nicht nur ihre Autos, sondern auch ihre Probleme. „Changing Lanes“ ist kein Thriller, wie der Trailer vielleicht (bewusst) vermuten lässt, sondern ein Film über die Folgen der durch den Zusammenprall in Gang gesetzten Explosionskraft zweier Männer nach einer „Wegkreuzung“, ein Weg zurück, um möglicherweise vorwärtszukommen.
„Ein falscher Schritt folgt dem nächsten“ weiterlesen

„Dat iss jetz wech“

Fatik Akin („Kurz und schmerzlos“ (1998), „Im Juli“ (2000)) erzählt in seinem neuen Film die Geschichte einer vierköpfigen italienischen Familie, die 1964 in Duisburg die erste Pizzeria im Ruhrgebiet eröffnet, über einen Zeitraum von 20 Jahren. Familie, Heimat, Bruderzwist, Träume, Liebe, Verrat, Trennung und Tod – das sind die Themen die Akin in Solino verarbeitet: ein bisschen zu viel des Guten?
„„Dat iss jetz wech““ weiterlesen

Tanz auf dem Vulkan

Entdeckt der „deutsche Film“ die Familie? Einige Jugend-Filme der letzten Zeit könnten ein Hinweis darauf sein. Auch Drehbuchautor und Schriftsteller Chris Kraus (Drehbücher u.a. zu „Der Einstein des Sex“, „Liebesluder“) beschäftigt sich in seinem neuesten Werk mit der Familienbande. Im Mittelpunkt des Scherbentanzes, einem Tanz auf heißen Kohlen, bei dem sich alle kräftig verbrennen, steht der Modedesigner und Rockträger Jesko (Jürgen Vogel), Mitte 30, der an Krebs erkrankt ist und nur durch eine Knochenmarkspende eines nahen Familienangehörigen eine Chance auf Leben hätte. Sein älterer Bruder Ansgar (Peter Davor) und beider Vater Gebhard (Dietrich Hollinderbäumer) haben die verwahrloste und verwirrte Mutter der Familie Käthe (Margit Carstensen) durch einen Detektiv suchen lassen und gefunden. Sie scheint Jeskos einzige Chance – in einer Familie, deren Geschichte von tragischen Ereignissen überhäuft zu sein scheint.
„Tanz auf dem Vulkan“ weiterlesen

We all come from something like that

„Wie geh ma vor?“ „Vorgehn is scho folsch“, antwortete Josef Hader in „Komm süßer Tod“ (2000) als Rettungsfahrer seinem Kollegen. Hader spielt gerne und gut den Unsympathischen, der für andere Null Interesse zeigt, mal übel gelaunt, mal stur, meist beides. So spielte er auch in „Indien“ (1993). In Andrea Maria Dusls „Blue Moon“ ist Hader auch nicht gerade gut drauf. Als Geldbote Johnny Pichler, der einem dubiosen Mafiosi zu wenig Geld, weil zu spät überbringt, wird er in dessen Super-Schlitten verfrachtet. Der Edel-Prostituierten Shirley (Viktoria Malektorovych), die zwar einen amerikanischen Namen trägt und sich auch so kleidet, aber aus der Ukraine stammt, verdankt Pichler dann eine Reise. Sie setzt den Mafiosi kurz entschlossen mit „Kampfgas“ aus dem Spraydöschen außer Gefecht und flüchtet mit Pichler gen Osten.
„We all come from something like that“ weiterlesen

A New Age Hero?

James Bond oder XXX? Ist das hier die Frage? Heiß diskutiert wird sie jedenfalls. Und tatsächlich hat sich Rob Cohen („The Fast and the Furios“, 2001) mit „XXX“ eng an der Machart der James-Bond-Filme orientiert. Ende November wird man einen zusätzlichen zeitnahen Vergleich haben, wenn Pierce Brosnan in „Stirb an einem anderen Tag“ die Bond-Serie fortkämpfen wird. Die Urteile der Bond-Fans sind jedenfalls teilweise schon jetzt hart. James Berardinelli meint etwa, im Vergleich zwischen „XXX“ und Bond wirkten die Drehbücher der Kult-Serie wie Shakespeare, während „XXX“ vor allem Kasse machen wolle.
„A New Age Hero?“ weiterlesen

Die Lücke in der Viererkette

Nein, mit dieser Geschichte wäre Andreas Dresen niemals an Gelder für sein Filmprojekt gekommen. Interesse am Alltag zweier befreundeter Pärchen um die vierzig, bei denen plötzlich ein einseitiger, geheimer Partnertausch stattfindet? Wer hat das schon. Aber weil Dresen sich von seiner Vision nicht abhalten lassen wollte und (von seinen Erfolgen mit „Nachtgestalten“ und „Die Polizistin“) noch ein wenig Geld übrig hatte, wurde dann doch gefilmt. Ohne Drehbuch, ohne technischen Schnickschnack, dafür mit offenem Ausgang. Und jetzt das: Silberner Bär auf der Berlinale, zum Kinostart größtmögliche Präsenz in den Feuilletons und mit seinen Produktionskosten von nur 600 000 Euro wohl ein richtig gutes Geschäft. Dabei klingt das, was der Film zu erzählen hat, nun wirklich alles andere als aufregend.
„Die Lücke in der Viererkette“ weiterlesen

Gegen den Strich

Lang ersehnt, heiß erfleht. Die beiden (meines Erachtens) führenden US- amerikanischen Filmkritiker Roger Ebert und James Berardinelli loben Spielbergs Sciencefiction (einschließlich Hauptdarsteller Tom Cruise) in den höchsten Tönen. Beide vergeben Höchstpunktzahlen, was bei ihnen nicht allzu oft vorkommt. Ebert schreibt, Spielberg habe „Minority Report“ mit Hilfe (!) der neuen technischen Möglichkeiten inszeniert, während andere Regisseure diese Technologien zum Inhalt ihrer Filme machten. Spielberg sei ein Meister der neuen Techniken des Films, aber er setze ausschließlich auf Geschichte und Charaktere.
„Gegen den Strich“ weiterlesen

Krieg – Photographie – Gewissen

»Mein größtes Problem als Fotograf des Krieges ist,
dass ich vom Elend anderer profitieren könnte.
Dieser Gedanke verfolgt mich. Ich schlage mich
tagtäglich damit herum, weil ich weiß,
dass ich meine Seele verkaufen würde,
wenn ich jemals Karriere und Geld Herr
werden ließe über mein Mitgefühl«
(James Nachtwey)

»Ich weiß nicht, was ihn wirklich antreibt«
(Christiane Amanpour, Chefkorrespondentin CNN)
„Krieg – Photographie – Gewissen“ weiterlesen

Die Todsünden des Historienschinkens

Es gibt Filme, bei denen man den Kinosaal mit einem unguten Gefühl betritt. Irgendwie glaubt man, dass man den Film schon kennt und dass er nichts Gutes verheißt. An A. E. W. Masons Roman von 1902 versuchte sich Shekhar Kapur nicht als erster; fünf Kino- und ein TV-Film gingen seiner Adaption des Abenteuerromans voraus (1). Ich verrate nicht viel, wenn ich hier zitiere, was Lieutenant Jack Durrance am Schluss des Films in einer pathetischen Rede wiedergibt: Im Krieg kämpfe man zum Schluss nicht mehr für eine Fahne, ein Ziel oder ein Interesse. Es zähle nur noch der Mann rechts und der Mann links von einem. Das habe ich doch irgendwo schon mindestens zweimal gehört. Genau. In „We Were Soldiers“ (USA, 2002) und „Black Hawk Down“ (USA, 2001). Auch in diesen Filmen wurde der Krieg von allen politischen, ökonomischen, historischen, sozialen Umständen, Ursachen, Bedingungen und Voraussetzungen mehr oder weniger befreit, um etwas zu zeigen, was sich angeblich als etwas Reines, fast Unschuldiges hinter allem verbirgt: „Solidarität“, tief empfundene „Freundschaft“. In „The Four Feathers“ allerdings wirkt dieser Schluss eher peinlich, denn patriotisch oder als Ausdruck von Landserromantik.
„Die Todsünden des Historienschinkens“ weiterlesen

Ein Eastwood ist ein Eastwood ist ein Eastwood

Clint Eastwood gibt nicht auf. In seinem neuen Film nach einem Bestseller von Michael Connelly, für den Brian Helgeland („L.A. Confidential“ (USA, 1997)) das Drehbuch schrieb, spielt der 72jährige „Space Cowboy“ (USA, 2000) und „Dirty Harry“ (USA, 1971) auf der Klaviatur des Alters. Der Film lebt größtenteils von den Schwierigkeiten zwischen den Anforderungen an einen Profiler im Außendienst und den Gebrechen des Alters. Die Herzattacke, die die Karriere des FBI-Agenten McCaleb (Eastwood) vorzeitig beendet – unter den strengen Augen seiner Ärztin Dr. Fox (Anjelica Huston) – holt ihn allerdings auch unfreiwillig in den Dienst zurück. Eastwood ist wohl der einzige Schauspieler, der es geschafft hat, in 20 Filmen sowohl die Hauptrolle zu spielen, wie Regie zu führen. „Blood Work“ ist allerdings, gottlob, keine Selbstbeweihräucherung des Regisseur-Schauspielers. Zwar steht Eastwood im Zentrum des Geschehens, aber da stehen auch noch andere.
„Ein Eastwood ist ein Eastwood ist ein Eastwood“ weiterlesen

Zwischen den Bildern…

Schon in der Beziehung zwischen zwei Menschen existieren mindestens acht Bilder: das Bild, das jeder von sich selbst hat, das Bild, wie jeder selbst sein möchte, das, wie jeder den anderen sieht, und das, wie jeder den anderen gern hätte. In jedem dieser Bilder steckt zudem Sein und Schein, Täuschung und Wahrhaftigkeit. Der neue Film von Ray Lawrence beginnt sogleich mit einem täuschenden Bild für das Publikum. Die Kamera streift durch Büsche mit rosafarbenen Blüten, Lantana, ein in Australien weit verbreitetes Gewächs. Es zirpt, knistert. Fast wie in einem Thriller von Hitchcock führt Director of Photography Mandy Walker uns durch das Gestrüpp, zuerst zu den Beinen, dann langsam zum ganzen Körper einer toten Frau. Der Gedanke an Mord drängt sich auf.
„Zwischen den Bildern…“ weiterlesen