Der Existenzialismus als Loch-Parabel
Zugegeben: Manchmal leidet man als akademischer Filmzuschauer an einer gewissen deformation professionelle, die allzu bereitwillig angelesenes Theoriewissen in gesehenen Filmbildern wiederzuentdecken glaubt. Oft genug verhilft eine solche verkopfte Lesarbeit aber auch zu überraschenden Koinzidenzen – beispielsweise möchte man fast meinen, ein Film wie „Hole“ habe sich der Vermittlung französischer Philosophie der 1940er/50er Jahre verschworen, zumal der Protagonist die Parabelhaftigkeit seines Erlebnisses auch noch ausformuliert: Auf jeden wartet irgendwo ein Loch, dem er zu entrinnen versucht, dessen Ränder er jedoch genauso wenig erreicht wie das Wissen darüber, warum er überhaupt hineingefallen ist.
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