Die Mars-Chroniken (The Martian Chronicles, USA 1980, Michael Anderson)
Die dreibeinigen Herrscher (The Tripods, UK/Australien 1984, Div.)

In den frühen 1960er-Jahren eroberte der Science-Fiction-Film das Fernsehen und ermöglichte so der populärsten SF-Gattung, der Kurzgeschichte, in Serien zu einem Bild zu kommen. Mit Serien und Reihen wie „Star Trek“, „Doctor Who“ oder – hierzulande – „Raumpatrouille“ konnte das Genre seine fan base erweitern und vor allem zu einer eigenen episodischen Erzählweise finden, die es dann auch möglich machte, längere Plots in Einzelfolgen aufgeteilt ins Fernsehen zu bringen. Zwei Jahrzehnte später waren solche Formate dann schon nicht mehr unüblich, wie „The Tripods“ (der in Deutschland als „Die dreibeinigen Herrscher“ lief) und „The Martian Chronicles“ („Die Mars-Chroniken“) deutlich zeigen.


In den 1980er-Jahren steckt John Badham mit drei Filmen das popkulturelle Potenzial von Kalter-Kriegs-Waffentechnologien ab: Im
Es ist ein bisschen absurd mit der Pornofilmrezeption. Seit Jahrzehnten ist der Pornofilm im Grunde allgegenwärtig; so manche Videothek wurde und wird von ihm und im Grunde zumeist nur von ihm am Leben erhalten, und während Eltern, Studienräte und Medienapokalyptiker in seiner erleichterten Zugänglichkeit per World Wide Web den Grundstein für die ganz sicher anstehende endgültige Verrohung der zur Zeit pubertierenden Nachkommenschaft zu erkennen meinen – warum hat eigentlich Michael Haneke noch keinen Film darüber gemacht? – ergreifen und umarmen ihn Subkultur, kulturelle Avantgarde und jedwede sexuelle Emanzipationsbewegung aus den Zwischen- und Grauzonen des queeren Spektrums immer wieder aufs Neue. Das Wort von der “Generation Porno” macht inzwischen schon so lang immer wieder aufs Neue die Runde, dass sich eigentlich schon mehrere Generationen davon angesprochen fühlen müssten, und seit einigen Jahren experimentiert das (vom Rezensenten mitkuratierte) 
In der Bundesrepublik der 1980er Jahre kannte Didi Hallervorden jedes Kind. Mit dieser Kunstfigur hatte der zuvor vor allem als politischer Kabarettist auftretende Dieter Hallervorden ein Alter Ego erschaffen, das zum größten Erfolg seiner Karriere und ihm in gewisser Hinsicht auch zum Fluch wurde. Nach seinem Durchbruch in der Rolle des wild grimassierenden Anarcho-Clowns Didi, die im Verlauf der überaus erfolgreichen TV-Serie Nonstop Nonsens (1975-1980) herausgearbeitet wurde, war Hallervorden an diesen sehr klar definierten Rollentypus gebunden, und der zuvor auch durchaus in mehr oder minder seriösen Rollen überzeugende Charakterdarsteller, der sein Kinodebüt in Fritz Langs letztem Film Die 1000 Augen des Dr. Mabuse feierte und später mit Tom Toelle und Roman Polanski drehte, war auf ewig auf die Comedy festgelegt – bevor es so etwas wie Comedy in Deutschland überhaupt gab.
Eigentlich wollte ich in diesem Saal die für diese Uhrzeit terminierte Pressevorführung von Violent Days aus dem Forum anschauen. Normalerweise haben die einzelnen Sektionen auch ihre eigenen Pressesäle, so dass man da eigentlich blind zum Termin reinlaufen kann. Blöderweise – und angeblich war es ausgeschildert – hatte man nun aber gerade diesen Programmslot an diesem Tag mit dem Panorama getauscht. Und ich staunte nicht schlecht, als ich zum Beginn eines semi-dokumentarischen Spielfilms über französische Rockabillies einen sehr zeitgenössischen Elton John erblicke, der mich mit rethorischem Geschick von den Qualitäten dieses “Guy” überzeugen will. Wenige Sekunden später besteht kein Zweifel mehr: Ich sitze in George Michael – A Different Story, wo ich eigentlich nie hin wollte. Geschichten, die die Festivalübermüdung schrieb.