Das schwarze Reptil (GB 1966, John Gilling)
Die Angst vor dem Anderen, ja das Andere überhaupt, ist die Grunderzählung des Horrorfilms, wenn sie nicht sogar dessen Bedingung der Möglichkeit (vgl. dazu Stefan Höltgen . „And Now For Something Completely Different – Alterität im Horrorfilm” in Splatting Image Nr. 52 / Dezember 2002) darstellt. So auch im vorliegenden Falle, DAS SCHWARZE REPTIL, dem 2. Teil aus der auf 20 DVDs angelegten Hammer-Collection aus dem Hause Anolis Entertainment, der ganz das Einbrechen des (exotisch) Anderen in einer eigentlich vertrauten, provinziellen Gegend schildert. Um ein humanoides Schlangenwesen geht es da, und um die unheilversprechende Exotik des fernen Ostens, aus dem eben jenes Schlangenwesen quasi importiert wurde. Ort des Geschehens ist ein kleines, englisches Dorf namens Cornwall, ebenfalls Schauplatz von PLAGUE OF THE ZOMBIES (Nächte des Grauens, angekündigt für Mai 2004), zur Zeit des 19. Jahrhunderts, in dem der mysteriöse „schwarze Tod“ die Runde macht, der seinem Namen der ungewöhnlichen Hautverfärbung seiner Opfer verdankt. Zwar wird gerne von natürlichen Ursachen gesprochen, eine Aufklärung der mysteriösen Todesreihe somit im Namen provinzieller Harmoniesucht vereitelt, doch möchte Harry Spalding, der erst vor kurzem mit seiner Ehefrau Valerie nach Cornwall gezogen ist, nicht so recht dran glauben, ist doch sein Bruder Charles, dessen Anwesen am Rande eines nahegelegenen Moores er übernommen hat, nur kurz zuvor dem „schwarzen Tod“ zum Opfer gefallen.
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