Themenheft “Erinnern & Vergessen”
Berlin, 02.07.2009 – Nun ist auch die letzte Heft-Ausgabe des Filmmagazins “F.LM – Texte zum Film” online verfügbar. Die Zeitschrift ist zwischen 2001 und 2003 in vier Printausgabe erschienen – 2003 ist F.LM dann vollständig online gegangen. Die fünfte Ausgabe, die 2004 als Netz-Ausgabe erschienen ist, wird in Kürze hier verfügbar sein.

Das Inhaltsverzeichnis der vierten Ausgabe:
- Stefan Höltgen: Editorial “Erinnern/Vergessen” (Seite 3)
Thema: Erinnern/Vergessen
- Arno Meteling: Nostalghia (Seite 4-13)
- Stefan Höltegn: Space-Lab (Seite 14-20)
- Stefanie Diekmann: Gehirnwäsche (Seite 21-26)
- Marcus Stiglegger: 20 Jahre Querelle (Seite 27-31)
Off Topic
- Manfred Riepe: In Love with an Alien (Seite 32-41)
- Miriam Höltgen: Lolita – Macht – Schwierigkeiten (Seite 42-50)
- Karsten Hertrich: Walken, dancin’ (Seite 51-55)
Rezensionen
- Stefan Höltgen: Georg Seeßlen “Science Fiction” (Seite 56)
- Florian Bühlow: Robert Blanchet “Blockbuster” (Seite 57)
- Miriam-Maleika Höltgen: Div. Körper & Film (Seite 58-59)
- Stefan Höltgen/Thomas Groh. Div. Kurzrezensionen (Seite 60)
[SH]


[...] Die Funktion von Medien ist nach einer gängigen Definition die Speicherung und Übertragung von Informationen. Dass bei Filmen jenseits des Kinos insbesondere jene Speicher-Funktion weiter in den Vordergrund rückt und damit das Archiv der Filmgeschichte nicht nur sichtbar, sondern auch im Privaten strukturierbar wird, lässt sich zeitweilig zum in ihnen verhandelten Thema in Beziehung setzen. In der über einhundertjährigen Mediengeschichte des Films haben die Datenträger, auf denen die Bilder gespeichert sind, häufig gewechselt – zumeist war mit dem Wechsel auch ein qualitativer Fortschriftt verbunden: Es konnten mehr Informationen gespeichert werden, die Bild- und Tonqualität wurde besser. Das jüngste Medium in dieser Geschichte ist die Blu-ray-Disc, die die für Heim-Formate bislang höchste Speicherdichte anbietet. Nach und nach wird für Blu-rays nun die Filmgeschichte aufbereitet – zuvorderst werden dabei Filme berücksichtigt, die als kulturell höherwertig – oder mit einem anderen Wort: “erinnerungswürdiger” – als andere gelten. Im Fall der beiden im folgenden zu besprechenden Aufbereitungen kreuzt sich das Thema von Speichern/Erinnern auf der medienmateriellen Seite und in den Stories der Filme, geht es doch bei beiden ums Erinnern und Vergessen. [...]