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Kommentare zu: Strähnen lügen nicht http://www.f-lm.de/strahnen-lugen-nicht/ Texte zum Film Sun, 25 Apr 2010 08:43:03 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Von: Mr. Vincent Vega http://www.f-lm.de/strahnen-lugen-nicht/#comment-8592 Tue, 08 Apr 2008 16:45:51 +0000 http://www.f-lm.de/?p=1361#comment-8592 Klingt widersprüchlich, meint aber, dass die Farb- und Leblosigkeit des ganzen dem sicheren Ausgang geschuldet sind, während die tragische Dimension der Geschichte und ihrer Figuren (zum Beispiel Mrs. Lovett, die Todd eigennützig belügt, ein tristes Dasein mit geschlachteten Katzen führt, zu keinerlei Empathie fähig scheint und letztlich ihrem eigenen Trugschluss zum Opfer fällt) nicht auf dem Tablett serviert wird – allein welch geballten Subtext die Sondheim-Lyrics aufweisen.

Hätte ich das Musical aber nicht vorher gekannt und die Texte lange verinnerlicht, vielleicht wäre ich mit dem Film – so wie einst zunächst mit der Vorlage – auch nicht gleich warm geworden.

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Von: Oliver Nöding http://www.f-lm.de/strahnen-lugen-nicht/#comment-8591 Tue, 08 Apr 2008 06:47:05 +0000 http://www.f-lm.de/?p=1361#comment-8591 Es ist schwierig, positive Seiten eines Films zu erkennen oder zu betonen, wenn er einen so gar nicht erreicht hat. Das war bei mir und „Sweeney Todd“ der Fall. Das alles ist natürlich ordentlich inszeniert, gespielt und sogar gesungen, trotzdem fand ich Burtons Film – gelinde gesagt – stinklangweilig.

Freischaufeln muss man da meines Erachtens nach gar nichts, weil ja alles, wie du richtig sagst, von der ersten Einstellung an klar ist. Ein Widerspruch deinerseits?

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Von: Mr. Vincent Vega http://www.f-lm.de/strahnen-lugen-nicht/#comment-8589 Tue, 08 Apr 2008 00:29:13 +0000 http://www.f-lm.de/?p=1361#comment-8589 Gut geschrieben, auch wenn die eigentliche Kritik sich auf ein paar Zeilen zum Schluss beschränkt. Kann das nachvollziehen, nicht aber teilen. Dass den Figuren schon von Beginn an jegliches Leben ausgehaucht sei, mag ja durchaus richtig sein, nur ist das nicht unbedingt ein Hinweis auf fehlende Tiefe oder ein Minimum an wirklicher Tragik: Schon Sondheims Vorlage arbeitet ausschließlich mit einem fast ätzenden Fatalismus. Der Ausgang dieser Geschichte ist mit seiner ersten Einstellung besiegelt (deshalb empfinde ich auch die angeblich für Musicals prädestinierte Vorhersehbarkeit nicht als Schwäche), da kann es kein Leben mehr in den Gesichtern dieser Figuren geben, da kann nur fast neonfarbenes Blut als Kontrast fungieren. Dies ist eine pechschwarze Geschichte vom Tod und Verderben einer Gesellschaft, deren ganze Tragik unter einer Oberfläche brodelt, die man durchaus erst freischaufeln muss.

PS:

„So ist “Sweeney Todd: Der teuflische Barbier aus der Fleet Street” Tim Burtons erstes echtes Musical geworden, nachdem er bei den Animationsfilmen “Nightmare before Christmas” und “The Corpse Bride” nur als Produzent und Drehbuchautor fungierte.“

Nicht ganz. Bei CORPSE BRIDE führte er bereits Regie, zusammen mit Mike Johnson. Inwiefern aber die Aussage, SWEENEY TODD sei Burtons „erstes echtes Musical“, auch unabhängig davon zuträfe, kann man natürlich sowieso diskutieren.

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Von: Michaela37 http://www.f-lm.de/strahnen-lugen-nicht/#comment-8487 Sat, 08 Mar 2008 19:18:03 +0000 http://www.f-lm.de/?p=1361#comment-8487 Meine Gratulation zu diesem Beitrag/dieser Kritik!
Mit Abstand das Beste, das ich bis jetzt zu „Sweeney Todd“, bzw. Burton an sich gelesen habe!
Habe den Film 2x gesehen und hatte das diffuse Gefühl, daß noch mehr an Emotionen gezeigt werden müsste.
Besonders auch in Bezug auf Richter Turpin, seine verzweifelte Suche nach Liebe hätte noch viel mehr hervorgekehrt werden sollen.
Johnny Depp vermag es in speziellen Szenen sehr wohl zu zeigen, wie ihn die Rachsucht und später auch der Wahnsinn übermannt.
Für manch Zartbesaitete mag dies an Abtrünnigkeit und Blutrünstigkeit schon genug sein, doch ich denke, den Figuren fehlte noch etwas an Intensivität und Tiefgang.
Beim Betrachten des Filmes kam mir des öfteren ein „Wann kommt mehr?“ in den Sinn.
Die Charaktäre hätten noch viel größeres Potential, dafür hätte man einiges an Längen, die der Film zweifelsohne auch hat, einsparen können.
In anderen Kritiken war zu lesen, daß sich manche über das unecht anmutende Blut mokierten.
Heutzutage wäre echt wirkendes Blut wohl kein Problem, ich denke, Burton hat mit diesem lieblich-knalligen Rot wohl bewußt ein Gegenstück zu der
extrem tristen Umgebung zeichnen wollen.
Im Übrigen finde ich es viel grauslicher, daß die soeben Dahingeschiedenen kopfüber im Keller aufprallen, was einen recht nett gestauchten Genickbruch zur Folge hat…;)

Nochmals danke für den gelungenen Artikeln und
schöne Grüße aus Österreich,
Michaela

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