Allein das spricht doch Bände.
]]>Zunächst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich Sie mit meiner Kritik geärgert habe. Es tut mir Leid, dass ich diesen Film als ungemein kraftvoll, originell und kompromisslos in Aussage und Komposition empfunden und vor lauter Begeisterung nicht erkannt habe, welchem Trugschluss ich tatsächlich aufgesessen bin.
Ein paar Dinge muss ich trotzdem klarstellen: Meine Reaktion auf die Ideologiekritik steht mitnichten im Dienste einer Aufwertung derselben, auch wenn Sie das gerne glauben möchten (wenn einen schon sonst keiner Ernst nimmt …). Aber da ich ihren Ausführungen an anderer Stelle entnehmen kann, dass Sie ihrerseits der Meinung sind, Ihr Hauen in eine seit 20 Jahren unermüdlich von Legionen von Film- und Kulturkritikern beackerte Kerbe trage tatsächlich etwas Neues zum Diskurs bei, lassen Sie mich Ihnen versichern: Ihre Sichtweise ist so abgestanden wie kalter Kaffee. Ihr vermeintlicher gallischer Widerstand ist das Schwimmen im Strom, das Sie anderen unterstellen.
Außerdem: Es ist ungeschickt, lauthals Kritik zu üben, wenn man einen Text nur halb gelesen (und verstanden) hat. Dass das so ist, geht daraus hervor, dass Sie mir unterstellen, weder auf Form noch Inhalt in für Sie ausreichender Form einzugehen. Wahrscheinlich lesen Sie Texte genauso wie Sie Filme sehen.
Die „typisch pikierte Feuilletonkritik“ haben Sie verfasst, nicht ich. Und dem Ganzen dann auch gleich noch den „typisch pikierten Leserbrief“ hinterhergeschoben. Alle Achtung!
Viele Grüße
Oliver Nöding
Es geht hier nicht um meine Erhebung.
Ferner führe ich die ach so leidige Ideologiedebatte nur ins Feld, um letztlich zu resümieren, wie sehr diese nunmehr nicht geführt werden muss. Ich fand RAMBO nicht gut und konnte ihn nicht ernstnehmen, das hat weder etwas mit Kreuzzug noch Scheuklappen zu tun. Immer die gleichen Floskeln.
@DJ:
Die im Kopf vorverfasste Kritik hätte anders ausgesehen. Wie (unfreiwllig) komisch ich den Film finden würde, war ebenso wenig abzusehen wie der Umstand, dass mich RAMBO eigentlich nicht einmal mehr dazu anregen kann, mich innerlich halbwegs zu entrüsten. Also immer locker bleiben.
]]>