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What you see is what you get

Dauerausstellung im neuen Filmmuseum widmet sich filmischem Sehen und Erzählen

Filmisches Sehen und filmisches Erzählen stehen im Mittelpunkt der neuen Dauerausstellung im Deutschen Filmmuseum. Auf zwei Stockwerken wird das Medium Film für die Besucher auf vielfältige Weise erfahrbar: Spannende Exponathighlights, selbsterklärende Funktionsmodelle, mediale Interaktionsbereiche und große Projektionen mit zahlreichen Filmausschnitten ergeben ein assoziatives Zusammenspiel und tragen zum explorativen Charakter beider Ausstellungsteile bei. Das thematische Spektrum reicht von den historischen Vorläufern der Kinematographie bis in die mediale Bilderwelt des 21. Jahrhunderts. Im künftigen Werkstattbereich in der vierten Etage des Hauses können Ausstellungsinhalte unter fachlicher Anleitung praktisch vertieft werden.

Das neue Filmmuseum in Frankfurt am Main

“Die Dauerausstellung ist der Kernbereich des neuen Filmmuseums. Ihre Themen bilden die Basis, von der viele Angebote und Programme des Hauses ausgehen können. Die Vision eines Zentrums für Filmkultur und Medienkompetenz, das auf wissenschaftlicher Basis den Anforderungen des Medienzeitalters im 21. Jahrhundert entspricht, nimmt nun konkrete Formen an”, sagte Direktorin Claudia Dillmann bei der Vorstellung des Konzepts am heutigen Freitag. Derzeit entsteht hinter der historischen Fassade am Frankfurter Museumsufer das neue Filmmuseum, das im Frühsommer 2011 eröffnet. Gestaltet wird die Dauerausstellung von dem international renommierten Atelier Brückner, Stuttgart.

“Das Deutsche Filmmuseum ist einer der Publikumsmagnete des Frankfurter Museumsufers. Bei seiner Wiedereröffnung wird es im Glanz neuer Formen und Inhalte erstrahlen. Dafür sorgen die neukonzipierte Dauerausstellung, das komplett modernisierte Kino und die wegweisenden filmpädagogischen Angebote. Die Faszination Film wird sich insbesondere für Kinder und Jugendliche in dem enorm erweiterten Werkstattbereich mit Filmstudio bemerkbar machen, der ein integraler Bestandsteil der neuen Daueraustellung ist. Hier können die Besucher mit Schnitt, Ton und Lichtsetzung selbst experimentieren und sich so das Medium Film ästhetisch aneignen. Eine umfangreiche Neuerung, für die die Stadt Frankfurt zusätzliche Mittel in Höhe von 300.000 Euro zur Verfügung stellt”, erklärte Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth.

“Das Deutsche Filminstitut ist ein Leuchtturm im Filmland Hessen. Sein Deutsches Filmmuseum genießt hohes Ansehen beim Publikum und in der Filmwelt. Die neue Dauerausstellung und die an sie anknüpfenden innovativen Vermittlungskonzepte des Instituts machen das Museum auch zu einem zeitgemäßen außerschulischen Lernort”, so Günter Schmitteckert, Abteilungsleiter Kultur und Kunst im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

“Als Förderer der Neukonzeption der Dauerausstellung des Filmmuseums möchte die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main den kompetenten Umgang junger Menschen mit dem Medium Film unterstützen. Mit mehreren bildungskulturellen Vermittlungsprojekten setzt sich die 2005 gegründete Stiftung in Frankfurt dafür ein, dass Kinder und Jugendliche Museen als faszinierenden Lern- und Erlebnisort erfahren”, so Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Die neue Dauerausstellung

Der erste Teil der Ausstellung, “Filmisches Sehen”, befasst sich mit den medialen Vorläufern des Films. Zugrunde liegt die Frage, wie filmische Wahrnehmung funktioniert und aus welchen Traditionen sie sich speist. Dieser historische Teil bildet somit die Grundlage für ein tiefergehendes Verständnis des Mediums Film, das sich im Zuge der Digitalisierung nachhaltig verändert. Die Besucher betreten eine Welt faszinierender optischer Täuschungen und überraschender Licht- und Bewegungseffekte – alle erzeugt durch Geräte und Apparaturen insbesondere des 19. Jahrhunderts. Anstatt jedoch eine Chronologie der Erfindung des Films zu erzählen, fokussiert die Ausstellung bestimmte Prinzipien und Phänomene als Voraussetzung für dessen Entstehung. Durch eigenes Ausprobieren an Modellen können die Besucher frühe Versuche zur Erzeugung, Aufnahme und Wiedergabe bewegter Bilder nachvollziehen. Dabei entwickeln sie sowohl ein Verständnis für die technischen Prinzipien als auch ein Gespür für die Begeisterung der historischen Zeitgenossen am bewegten Bild. Höhepunkt und Abschluss des ersten Stocks bildet ein kleines Kino, in dem exklusiv zusammengestellte Programme den Einfallsreichtum und die visuelle Vielfalt des frühen Films präsentieren.

Der zweite Ausstellungsteil widmet sich unter dem Titel “Filmisches Erzählen” den grundlegenden Prinzipien der Filmsprache, die der Film verwendet, um seine Geschichten zu vermitteln. In einer medialen Landschaft wird den Besuchern ein vielschichtiger Zugang zum Film geboten. Empfangen werden sie von einer 180° umfassenden Filminstallation über mehrere Projektionsleinwände, die ein ästhetisch-emotionales Highlight bilden wird. Vier um den zentralen Filmraum angeordnete Bereiche präsentieren die Themen Bildgestaltung, Toneinsatz, Montage und Schauspiel als tragende Säulen des filmischen Erzählens. Auratische Originalexponate der Filmgeschichte erlauben historische Vergleiche und zeigen, dass diese grundlegenden Erzählmittel des Films überzeitlich gültig sind. Nicht die Filmproduktion wird also im Vordergrund stehen, sondern die Vielfalt filmischer Gestaltungsweisen und deren Wirkung im Kontext der erzählten Geschichte. Dieser auf Prinzipien basierende Ansatz ist für zukünftige Entwicklungen technischer und ästhetischer Art anschlussfähig und kann diese integrieren.

Erstmals wird auch der vierte Stock des Museumsgebäudes für das Publikum erschlossen. Hier befindet sich ein großzügiger Werkstattbereich, in dem den Besucherinnen und Besuchern durch das Selbermachen ein reflektierter Zugang zum Medium Film ermöglicht wird. Zwei multifunktionale Werkstatträume mit digitalen Schnittplätzen bieten optimale Voraussetzungen für die Arbeit in kleinen Teams. Zudem steht ein gut ausgestattetes Filmstudio für das praktische Experimentieren zur Verfügung. Die fachlich begleiteten Workshops und Seminare können von Schulklassen, aber auch von allen anderen interessierten Gruppen mit je unterschiedlicher Schwerpunktsetzung gebucht werden. Die Themen der Workshops werden eng an die Inhalte der Dauerausstellung geknüpft sein. Dadurch entsteht eine für das Publikum wahrnehmbare inhaltliche Klammer um Ausstellung und Werkstattbereich, die einen integralen Besuch attraktiv macht.

Das neue Filmmuseum liegt im Zeit- und Kostenplan

Das neue Filmmuseum liegt voll im Kosten- und Zeitplan, die Eröffnung ist für Frühsommer 2011 geplant. Die Bauarbeiten in dem seit November 2009 geschlossenen Haus am Frankfurter Museumsufer sind in vollem Gange. Die Kosten liegen bei insgesamt 13,3 Millionen Euro.

Das Deutsche Filminstitut als Träger des Museums, Hausherr in Erbpacht und Bauherr baut für insgesamt 11,5 Millionen Euro. Die Stadt Frankfurt (6,235 Mio. Euro), das Land Hessen (2,5 Mio. Euro) und der Bund (1,54 Mio. Euro, Konjunkturpaket II – Teilprogramm: Grundsanierung und energetische Sanierung von Gebäuden) sind die Hauptförderer der zeitgemäßen Erneuerung der historischen Villa am Museumsufer.

Die neue Dauerausstellung (1. und 2. Stock) inklusive des museumspädagogischen Werkstattbereichs (4. Stock) kostet zusätzlich 1,8 Millionen Euro und wird durch Mittel der Stadt Frankfurt (530.000 Euro), der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main (420.000 Euro), des Landes Hessen (300.000 Euro), der Stadt Eschborn sowie der PwC-Stiftung und der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung gefördert.

[Filmmuseum Frankfurt am Main]

Bruce LaBruce in Locarno und Berlin

“L.A. Zombie” im Wettbewerb von Locarno und eine vollständige Retrospektive in Berlin

Bereits in seinem letzten Film “Otto; Or, Up with Dead People” hat sich der kanadische PopArt-Porno-Auteur Bruce LaBruce am pornografischen, schwulen Zombiekino versucht. Auch sein neuester Film “L.A. Zombie” widmet sich erneut dem Thema – und wird seine Premiere im Wettbewerb des Filmfestivals von Locarno feiern.

In “L.A. Zombie” spielt der französische Pornostar François Sagat einen jungen Mann, der sich für einen Zombie hält. Ziellos irrt er umher, trifft diverse Nachtgestalten im unwirklichen Los Angeles, denen er das Leben wieder einhaucht. Der siebte Film des kanadischen Regisseurs überschreitet wiederum Grenzen und gibt dem Zombie-Genre eine neue Facette, die provoziert und verstört. “L.A. Zombie” ist eine deutsch-amerikanisch-französische Koproduktion. Der mehrheitliche Produktionspartner ist die Berliner Produktionsfirma Wurstfilm.

Das Gesamtwerk von Bruce LaBruce, inclusive des Vorgängerfilms “Otto; Or, Up with Dead People”, lässt sich zudem im Juli in einer vollständigen Retrospektive im Berliner Kino Arsenal entdecken. Unter anderem wird dort auch die äußerst selten gezeigte pornografische Terrorismusgroteske “The Raspberry Reich” zu sehen sein – und in einem Podiumsgespräch unter dem Titel “Lacan vs Jung: Judy LaBruce Fucks the Dead … Live!” wird LaBruce anhand von (sehr) aktuellen Filmbeispielen seine Vision vom schwulen Zombieporno erörtern.

Zum Programm der Retrospektive!

Irrfahrten und Schiffbrüche

Der Merve-Verlag lädt Michel Serres nach Berlin ein

Zu einem Vortrag und Podiumsdiskussion(en) lädt der Berliner Merve-Verlag ein. Am  Freitag, 30. und Samstag, 31. Juli im “Haus der Kulturen der Welt” (HWK) unter dem Titel “Irrfahrten und Schiffbrüche” findet sich der französische Philosoph Michel Serres zum Sommergespräch an der Spree ein:

Als Highlight des Theorie-Sommers gibt uns und Ihnen/Euch Michel Serres die Ehre! Auf unsere Einladung kommt einer der vielseitigsten und bedeutendsten Philosophen der Gegenwart nun kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres nach Berlin, um beim Wassermusikfestival 2010 am Haus der Kulturen ein Wochenende lang für Gedanken im Überfluss zu sorgen.

Nach seinem Eröffnungsvortrag wird Michel Serres von Catherine David, Lorenz Engell und Alexander Kluge in Gespräche verwickelt. Sie folgen dem Fluss seines Denkens, bilden Abzweigungen, stranden am Ufer – eine unerwartete Odyssee. Am zweiten Tag zeigt Michel Serres eine eigens für die Veranstaltung konzipierte „Irrfahrt“, die vielfältige Einblicke in seine Denk- und Arbeitsweisen erlaubt.

Eintritt 5,- / 3,- Euro

Mit Simultanübersetzung Deutsch-Französisch-Englisch

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin

Eine Veranstaltung des Merve Verlags und HKW, in Kooperation mit der Französischen Botschaft und dem Institut Français.

[SH/Merve]

Ophüls & Ophüls

Doppelretrospektive zu Max & Marcel Ophüls im Berliner Zeughauskino

Noch den ganzen Juli über gibt es im Berliner Zeughauskino eine Doppelretrospektive zu sehen, die das Werk von Max Ophüls mit dem seines Sohnes Marcel Ophüls verschränkt. Zwei sehr unterschiedliche Ideen vom Kino drücken sich in den Filmen beider auf den ersten Blick aus – einen zweiten Blick zu werfen, das sei, so Kinoleiter Jörg Frieß, das erklärte Ziel der Filmreihe.

Das vollständige Programm der Reihe gibt es hier.

Irmin Schmidt dirigiert Irmin Schmidt

Filmmusik Gala zu Ehren von Irmin Schmidt anlässlich der Schlossfestspiele in Ludwigsburg am 31. Juli 2010

Das prestigeträchtige Klassik Musikfestival‚ Schlossfestspiele Ludwigsburg,’ in der Nähe von Stuttgart, widmet seine Abschlussgala in diesem Jahr der Musik von Irmin Schmidt und seinem Schaffen als Filmmusikkomponist. Schmidts Kompositionen für so bekannte Regisseure wie Wim Wenders, Michael Verhoeven oder Hans W. Geißendörfer haben die Sounds des deutschen Filmschaffens nachhaltig geprägt.

Eine Auswahl seines Werkes wurde eigens für diese Gala von Greg Cohen und Eyvind Kang für Orchester arrangiert. Irmin Schmidt, Gründungsmitglied der legendären deutschen Gruppe CAN, dirigiert das Orchester der Schlossfestspiele Ludwigsburg mit international renommierten Solisten wie Markus Stockhausen (Trompete), Gerd Dudeck (Saxophon), Christiane Oxenfort (Flöte), Ingrid Oberkanins (Percussion), Kumo (Electonics), Serge Ferrara (Accordeon) Greg Cohen (Bass) und Eyvind Kang (Viola).

Darüber hinaus wird Irmin Schmidt zusammen mit Kumo Stücke ihrer gemeinsamen Werke ‚Masters Of Confusion’ und ‚Axolotl Eyes’ spielen. Die Laudatio hält keine geringerer als Wim Wenders, für den Irmin Schmidt den Soundtrack für dessen Film ‚Palermo Shooting’ (2008) lieferte. Eine Auswahl von Filmen mit der Musik von Irmin Schmidt und CAN werden ebenfalls auf dem Festival gezeigt, darunter eine open-air Vorführung von ‚Palermo Shooting’ auf dem Akademiehof der Medienakademie.

Für die Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg hat Irmin Schmidt einen mehrtägigen Workshop abgehalten, in dem er die Bedeutung und die dramaturgischen Besonderheiten guter Filmmusik erarbeitet. Einer der Schwerpunkte war CAN’s Spoon zu orchestrieren, arrangieren und neben einer Version von Cohen und Kang auf der Gala zu präsentieren

Weitere Informationen: www.irminschmidt.com, www.spoonrecords.com, www.schlossfestspiele.de, www.stageonscreen.de

Filmkritiker machen Festival

ContraVision lädt Filmkritiker zur Wettbewerbsprogrammierung ein

Das Feuilleton ist häufig empört über die Wettbewerbsprogramme der Filmfestivals: zu langweilig, zu uninspiriert, zu sehr Mainstream und vor allem – zu festivalleiterlastig. Es gibt sicherlich Gründe, warum die Wettbewerbsgewinner des einzigen deutschen A-Festivals in der Regel nicht einmal den Weg in die Programmvideotheken finden. Ganz zu schweigen davon, daß sie in irgendeinem Kino laufen.

Das Internationale Filmfestival ContraVision setzt seit 18 Jahren auf öffentliche Filmsichtungen und lädt erneut auch das Hauptstadtpresse-Korps dazu ein, die Wettbewerbsprogrammierung entscheidend mitzubestimmen. Dabei hat die Stimme jedes einzelnen Sichtungsteilnehmers das gleiche Gewicht. Auch Festivalleiter Robin Bodenhaupt ist nur ein Sichter unter vielen. Er begrüßt die Vielfalt der Sichtweisen auf mehr als 530 Kurzfilme mit einer Gesamtspielzeit von rund 98 Stunden: “Jeder hat sein Faible für bestimmte Filme. Werden die verschiedenen Auffassungen addiert, wird das Wettbewerbsprogramm ein großer Wurf.”

Statt Programmkritik – Wettbewerb selbst kuratieren!

Sichtungstermine im Sichtungskino der Contra Medienwerkstatt, Bülowstrasse 90, 10783 Berlin-Schöneberg:

Samstag, 19. Juni 12:00 – 20:00 Uhr
Sonntag, 20. Juni 12:00 – 20:00 Uhr
Samstag, 26. Juni 12:00 – 20:00 Uhr
Sonntag, 27. Juni 12:00 – 20:00 Uhr
Samstag, 03. Juli 12:00 – 20:00 Uhr

Weitere Informationen: http://www.contravision.de/

John-Cage-Film im Bernauer Museum

Wolf-Kahlen-Museum – Intermedia Art Museum zeigt Videokunst-Reihe

WOLF KAHLEN MUSEUM – Intermedia Art Museum zeigt im Rahmen der VideoKunstreihe 2010 am Sonntag, den 6. Juni 2010 um 11, 13 und 15 h zwei Experimental- und Kurzfilme:

The sound of one hand clapping
Portrait of John Cage
(D 1990)
Länge: 18:00 Minuten

Der Klang des Klatschens einer Hand (John Cage in einem seiner letzten Konzerte)

Lücken, Leerstellen, Zufälle und Stille sind Methoden der Werke von John Cage. Und so auch dieses Filmportrait. Die wichtigsten Akteure sind hier Hände, aktionslos oder bewegt, nervös oder wartend. Und klatschend. Cage’s eigene und die der Anderen. Seine eigenen, am Ende des Konzerts den Musikern mit Klatschen dankenden Hände materialisieren in der offenen Bewegung im Luftraum und im Zusammenklatschen sein geniales Konzept der Wahrnehmung von Klang und Stille, dem offenen, einhändigen Klang und dem des Zusammenfallens der Materie. Zwölf Minuten Klatschen sind wie ein Ballett aller Möglichkeiten dieser Spannbreite von Klängen und Stillen. Wir sehen John Cage auch als empfindsamen Beobachter seiner eigenen Werke, die so fragil sind, weil sie mit dem Zufall arbeiten, in der Akademie der Künste der DDR am 1. August 1990, wenige Monate vor seinem Tod. Oder als Vortragenden eines seiner Klangtexte, extrem leise. Der Titel entspricht Cage’s Zen-buddhistischer Philosophie und Lebensweise, die sich wiederum in den oben genannten Methoden spiegelt. Wolf Kahlen’s Hommage an Cage.

TV Spiegel
D 1969/77
Länge: 20:00 Minuten

Gegenwärtig: sein, in der Zeit stehen, vor Ort, fordert auch der TV-Spiegel II (1969/77) heraus. Die teilverspiegelte Front, die Spiegelzeichnung auf der Scheibe des Fernsehschranks blenden Dich fragmentarisch ins laufende Fernsehbild, oder setzen Dich davor, interferieren. Entweder Du verwickelst Dich ins Aktuelle oder Historische oder kannst Dich den Illusionen entziehen, dem ent-gehen, dem ent-gegnen oder einfach gehen, oder bleiben. Dann passiert etwas, Narzisshaftes oder Fremdes; oder im tatsächlichen haptischen Raum zwischen die zwei Projektionsscheiben schiebt sich eine dritte Zeit. Du kannst Dir selbst die Hand reichen oder dem Fernsehgeschehen. Du siehst ja, was Dich be-trifft. Oder erlebst, wie das Dahinter nicht be-troffen werden kann. Du bleibst Dir selbst der Nächste oder spiegelst Dich im Schein des Anderen, dichter kommst Du doch nicht ran. Oder doch?
(Heute nennt man “Spiele” diser Art: Interaktiv und meint irrtümlich, wenn ich die da auf dem Bildschirm etwas machen lasse oder die da etwas Ueberraschendes tun und ich dann reagiere, dann erlebte ich etwas ausser mir Liegendes: Dabei ist es nur das, was schon in mir ist.)

Mehr zu den Inhalten weiterer Filme: http://home.snafu.de/ruine-kuenste.berlin/films.htm
and at Thang-stong rgyal-po Archive Berlin: http://www.wolf-kahlen.net/tibet-archive-berlin

Ort: Wolf-Kahlen-Museum in Bernau, Am Pulverturm, 16321 Bernau/Berlin
Öffnungszeiten: siehe hier
Eintritt: 6 Euro / 4 Euro (ermäßigt)
Infos: http://www.wolf-kahlen.net/

[SH]

Spuren eines dritten Kinos

Eine grandiose Filmreihe bringt bedeutende Werke des Gegenwartskinos nach Berlin

Im Rahmen der Filmreihe “Spuren eines dritten Kinos” bringt das cinephile Kollektiv The Canine Condition im Juni Filme von einigen der bedeutendsten Filmemachern des Gegenwartskinos auf die Leinwand des Berliner Zeughauskinos. Die fünf Schwerpunkte des Programms umfassen das neue philippinische Kino, den chinesischen Dokumentarfilm, die neue Welle des brasilianischen Kinos, das Kino maghrebinischer Migranten in Frankreich sowie die als “Nollywood” bekannte nigerianische Videofilmindustrie.

Zu den Highlights des Programms dürften neue, nach ihren Premieren auf internationalen Filmfestivals bereits höchstgelobte Werke von Filmemachern wie Khavn de la Cruz, Raya Martins oder Wang Bing zählen – sowie die seltene Möglichkeit, mit dem 11-stündigen “The Evolution of a Filipino Family” einen der monumentalen, Sehgewohnheiten wie Vertriebswege sprengenden Filme von Lav Diaz, nicht wenigen vertrauenswürdigen Zeugen zufolge der bedeutendste Filmemacher der letzten Dekade, anzuschauen.

Zum vollständigen Programm

Staats-un-Sicherheit

Am 18. Mai ab 19 Uhr öffnet sich der Schwurgerichtssaal des Landgerichts Bautzen für einen besonderen Filmgesprächsabend

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Gefährliches Kino? (Update)

Filme im Konflikt mit Gesetz, Geld und Gesellschaft. Ein Kolloquium der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, 11. und 12. Juni 2010

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David Lynch – Dark Splendor

Verlängerung der Ausstellung im Max Ernst Museum Brühl des LVR bis zum 18. April 2010

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Das Ohr von David Lynch. Ein Eröffnungseindruck

David Lynch – Dark Splendor. Raum Bilder Klang. (Brühl, Max Ernst Museum, 22.11.2009 – 21.03.2010)

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Queer Horror

Symposium am 27./28.11.2009 im Marburger g-werk

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Wirklichkeitsspiele

Symposium zum Einzug des Fiktionalen in den dokumentarischen Film in Köln

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ALFILM 09

Erstes Festival des arabischen Films in Berlin

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»Pray the Devil Back to Hell«

Einladung zur Filmvorführung im WOKI Bonn

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Steve McQueen und Gus van Sant auf der KunstFilmBiennale

„HUNGER“ von Steve McQueen Programm ist Kick-off Screening der KunstFilmBiennale 2009
Werkschau mit Raritäten des Juryvorsitzenden Gus Van Sant in Köln

Köln, den 28. Juli 2009 – Am 18. September wird um 20:00 Uhr im Filmforum im Museum Ludwig in Köln das vollständige Programm der KunstFilmBiennale 2009 öffentlich vorgestellt.  Zur Einstimmung auf ein außerordentliches Festival-Programm wird „HUNGER“ gezeigt, der erste Spielfilm von Steve McQueen, dem mit dem Turner-Prize ausgezeichneten Star der britischen Medienkunst.

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Science Fiction, Fetisch, Fokus Frauen

Das vierte PornfilmfestivalBerlin vom 22. bis 25. Oktober 2009

Berlin, 23.07.2009 – Die vierte Ausgabe des Berliner PronFilmFestivals präsentiert erneut Filme rund um das Thema Sex, Erotik und Geschlechterbilder. An vier Tagen laufen in den drei Sälen des Kreuzberger Moviemento-Kinos rund 100 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme aus aller Welt. Die Mischung der Filme steht dabei für die ganze Bandbreite hetero-, homo- und transsexuellen Begehrens, zeigt mal konventionell, mal experimentell expliziten Sex, reflektierte Sichtweisen auf die Pornoindustrie oder schlicht lustige Einfälle rund ums Thema Geschlechtsverkehr.

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See the Sound

Call for Entries – für Musikdokumentarfilme, künstlerische Musikfilme und Musikvideos

Köln, 20.07.2009 – SoundTrack_Cologne – der deutsche Kongress zu Musik und Ton in Film und Medien – hat sich seit seiner Entstehung zur führenden Plattform für Film- und Medienmusik im deutschsprachigen Raum entwickelt.

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ZDF-Programmakzent 40 Jahre Mondlandung

Harald Lesch lädt zu einer “Langen Nacht”

Mainz, 16.07.2009 – Am Sonntag, 19. Juli 2009, ab 0.20 Uhr, lädt das ZDF unter dem Titel “Zwischenstation  Mond – Auf dem Weg ins All” zu einer “Langen Nacht mit Harald Lesch”.

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F.LM auf dem Fantasy-Filmfest 2010 F.LM auf dem Fantasy-Filmfest 2010