„Aber die scheinbare Kompromisslosigkeit der Gewaltdarstellung, die den Film zu einem wuchtigen Statement gegen die reine Konsumierbarkeit filmischer Gewalt hätte machen können, kennt doch Grenzen, wie sie für den amerikanischen Actionfilm typisch sind. Grundsätzlich wird die Gewalt in John Rambo ohne Blinzeln und ohne Möglichkeiten zum ‘Wegschauen’ inszeniert, was dem Film vor allem am Anfang eine große Wucht verleiht. Bei sexualisierter Gewalt aber erweist sich der Film als merkwürdig keusch und damit inkonsequent.“
Ein ebenso interessanter wie logischer Aspekt, der der oft betonten, vermeintlich unerbittlichen Härte des Films Lügen straft. Das soll also Krieg mit all seiner Hässlichkeit sein, ungefiltert und ganz, ganz drastisch, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber wenn der Chefbösewicht kleine Jungs zu sich bestellt, wird freundlich abgeblendet und das Geschehen plötzlich filmisch dezent aufbereitet. Nicht, dass ich das gern gesehen hätte – aber es zeigt exemplarisch, wie alles an diesem Film nur reine Pose ist.
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