Zwei Publikationsankündigungen für 2010
Berlin, 04.12.2009 – Für das Frühjahr 2010 sind zwei Publikationen zum Thema “Serienmord” angekündigt, an denen F.LM-Chefredakteur Stefan Höltgen als Autor und Herausgeber beteiligt ist:
Schnittstellen – Serienmord im Film: Der Autor Stefan Höltgen untersucht die Einfluss- und Rückflussmechanismen zwischen dem Serienmörderfilm und der Kriminalistik, Kunstgeschichte, Zensurgeschichte, Medienwirkungsdebatten und anderer gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Diskurse. Hierzu wird zunächst die Frage nach dem konstruktivistischen Charakter des Films gestellt – wie dieser das Weltwissen seiner Zuschauer formatiert. Die ästhetische Strategie dieser Konstruktion wird in Verfahren zur Authentisierung angenommen. Der Hauptteil der Arbeit untersucht danach chronologisch detailliert etwa 40 Serienmörderfilme, die zwischen 1924 und 2003 entstanden sind, auf deren ästhetische Praxen der Authentizitätskonstruktion sowie deren Einfluss auf gesellschaftliche Diskurse und die Verarbeitung derselben in ihren Plots, Bild- und Tonästhetiken. Ein besonderes Augenmerk fällt dabei auf die Rezeption der Filme durch die Filmkritik, Medienwissenschaft und Zensurinstanzen.
Der Autor: Dr. Stefan Höltgen, geb. 1971 studierte zwischen 1996 und 2000 Germanistik, Philosophie, Soziologie und Medienwissenschaften. Seit 2009 lebt und arbeitet er in Berlin als freier Journalist und Publizist.
Stefan Höltgen
Schnittstellen. Serienmord im Film
Marburg: Schüren 2010
392 Seiten (Paperback), 29,90 Euro
Weitere Informationen: Schüren-Verlag
Killer/Culture – Serienmord in der populären Kultur: Der Serienmord ist von Anfang an kein alleiniger Gegenstand der Kriminalistik. Die Täter faszinieren die Öffentlichkeit seit Jack the Ripper derartig, dass sich etliche kulturelle Bereiche den Serienkillern angenommen haben und an ihrer Ästhetisierung arbeiten: Neben Literatur und bildender Kunst sind dies vor allem Film, Comics, Pop-Musik, Videospiele und Fernsehserien. Der Sammelband Killer/Culture stellt die verschiedenen Zugangsweisen zum Serienmord in der Kunst und den Medien vor und analysiert die breit gefächerten Beispiele in kriminologischer, soziologischer, psychoanalytischer, zensur-, begriffs- und kunstgeschichtlicher Perspektive: Damit liegt einer der ersten Versuche vor, das Phänomen in seiner ganzen kulturellen Breite darzustellen. – Die neue Reihe Medien/Kultur wird von Marcus Stiglegger herausgegeben.
Die Herausgeber: Stefan Höltgen promovierte über den Serienmörderfilm und arbeitet als freier Publizist u.a. für epd Film, Der Schnitt und telepolis; er gibt das Magazin F.LM – Texte zum Film heraus und betreibt filmforen.de. – Michael Wetzel ist Professor für Film- und Literaturwissenschaft an der Universität Bonn; Arbeitsschwerpunkte: französische Philosophie, Psychoanalyse, Text-/Bildmedien, Autor- und Künstlertheorien.
Stefan Höltgen/Michael Wetzel (Hgg.):
Killer/Culture. Serienmord in der populären Kultur
Berlin: Bertz+Fischer 2010
160 Seiten (Paperback), 19,90 Euro
Weitere Informationen: Bertz+Fischer-Verlag
[F.LM]





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