Eden Lake (UK 2008, James Watkins)
Teilnehmer: Leena Peters, Oliver Nöding, Stefan Höltgen
Moderation: Matthias Huber
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Der Film geriert sich anfangs als Märchen von Schneewittchen und den bösen Kobolden, die im Fliflafluffi-Walde hausen, um dann einem “realistischeren”, sprich medial kompatiblen Bild von der verrohten Jugend Platz zu machen.So weit, so Fifties. Die Agenda des Filmes offenbart sich erst spät – es geht gar nicht um die Jugendlichen, sondern um die Angst des Mittelstandes vor der Unterschicht. So erklärt sich auch die zwischenzeitlich befremdliche Mitleidlosigkeit, mit der selbst die Abtrünnigen vom Drehbuch entsorgt werden.
Dachte übrigens ebenso wie Stefan während des Filmes an die grassierende Reaktivierung des bösen Kindes, welches damals mit Village of the damned und seinen Ablegern so populär war. Damals würde ich es als Angst vor dem beginnenden Autoritätsverlust interpretieren. Was ist es aber heute?
BTW: War das ein Drehbuch-/Schnittfehler, daß ein Zeuge übrig geblieben ist?