Trespassing, USA 2004, James Merendino
Man könnte meinen, man durchlebt die alptraumhafte Zusammenfassung des Teen-Horrorfilms von seinen Anfängen bis in die Gegenwart: Der Prolog von “Trespassing” zeigt uns, wie ein junger Mann, der mit seinen Eltern in den Sümpfen von Louisiana lebt, zum wahnsinnigen Serienmörder wird. Seinen Vater ersticht er mit einer Heckenschere (von da ab sein bevorzugtes Mordinstrument), seine Mütter überschüttet er mit Diesel und zündet sie bei lebendigem Leibe an. Dann – eine Einblendung verrät uns “20 Jahre später” – unternehmen fünf Studenten einen Wochenendausflug in das Haus, wo das alles begann. Von den dort stattgefundenen Taten wissen sie nichts – ihr Ausflug hat ein sozialpsychologisches Forschungsmotiv: “Stimmt es, dass das illegale Eindringen in ein gesperrtes Gebiet zwangsläufig Hysterie und Gewalt bei den Eindringlingen auslöst, wie gängige Horrormythen behaupten?” Da die Eindringlinge nun zufällig in das Territorium und Haus des dort noch lebenden wahnsinnigen Killers eindringen, bestätigen sich die Thesen auf gleichsam wunder- und grausame Weise.

